Auf den 11-prozentigen Kurssturz vom Donnerstag folgt ein 0,6-prozentiges Minus: Nun stehen die Aktien von Logitech bei 81,52 Franken. Damit sind die seit Mitte September verzeichneten Kursgewinne wieder dahin. Auslöser sind zum einen Gewinnmitnahmen, zum anderen der Bericht zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Die Ergebnisse waren zwar stark und teilweise deutlich über den Erwartungen. Der Ausblick auf das für Logitech wichtige Weihnachtsquartal missfiel den Investorinnen und Investoren offenbar jedoch.

Analysten halten die Kursreaktion indessen für übertrieben. Sie revidieren ihre Preisziele für die Aktie des Computerzubehör-Herstellers sogar nach oben. Die Bank Berenberg geht bei unverändertem «Buy»-Rating auf 116 von 115 Franken. Der zuständige Analyst sieht damit ein 42-prozentiges Kursgewinnpotenzial.

 Fast gleich viel wie Berenberg traut der Vermögensverwalter Vontobel den Logitech-Valoren zu. Der zuständige Experte Michael Foeth veranschlagt neu 114 Franken (zuvor: 113 Franken) und empfiehlt den Titel weiterhin zum Kauf. Logitech gewinne weiterhin Marktanteile in Schlüsselkategorien und decke die wachsende Nachfrage nach seinen Produkten in anspruchsvollen Konsummärkten - angetrieben durch Innovation, überlegene Produkte, Premiumisierung und eine starke Marke.

«Margen, die über der Zielspanne liegen, spiegeln einmal mehr eine ausgezeichnete operative Performance wider, unterstützt durch effektive Massnahmen zur Bewältigung von Lieferantenproblemen und wachsenden Komponentenengpässen», so Foeth in seiner Notiz vom Mittwoch.

Ungebrochen zuversichtlich ist auch die US-Bank Goldman Sachs. Sie erhöht das Kursziel um vier auf 99 Franken. Die Gegenthese stellt der zuständige Analyst der Deutschen Bank, George Brown. Er bestätigt das «Hold»-Rating und senkt die Kurszielprognose um drei auf 72 Franken, womit er die Aktie um weitere knapp 11,7 Prozent sinken sieht.

Nach einem durchwachsenen Bericht zum zweiten Quartal habe Logitech einen eher verhaltenen Ausblick für das dritte Quartal gegeben. Vor allem die Margenprognose sei enttäuschend. Die Bruttomarge soll mit 41 bis 42 Prozent tiefer als bislang angenommen beziehungsweise unter dem Konsens von 43,3 Prozent zu liegen kommen.

Reto Zanettin
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