Insgesamt wurde Ermotti eine Gesamtentschädigung von 14,2 Mio CHF zugesprochen nach 13,7 Mio für 2016. Die Entschädigung setzt sich aus einem konstant gebliebenen Grundgehalt von 2,5 Mio CHF und weiteren fixen Entschädigungen von gut 0,3 Mio CHF zusammen. Dazu kamen variable Vergütungen in Höhe von 11,4 Mio CHF (VJ 10,9 Mio), wie dem am Freitag veröffentlichten Vergütungsbericht zu entnehmen ist.

Der Konzerngewinn der Grossbank fiel 2017 mit rund 1,2 Milliarden Franken um 63 Prozent tiefer aus als im Vorjahr. Grund ein Abschreiber von 2,9 Milliarden Franken im Zusammenhang mit der US-Steuerreform von US-Präsident Donald Trump.

Die UBS habe unter der weiterhin starken Führung von Sergio Ermotti ein ausgezeichnetes Finanzergebnis erzielt, die starke Kapitalposition aufrechterhalten und die Massnahmen zur Einsparung von Nettokosten in Höhe von 2,1 Mrd erfolgreich abgeschlossen, schreibt der Verwaltungsrat den Konzernchef. Die Gesamtleistung habe die Vorgaben trotz anspruchsvoller Marktbedingungen wie der niedrigen Marktvolatilität, einem negativen Zinsumfeld und hohen Finanzierungskosten übertroffen, so die Einschätzung weiter. So sei der bereinigte Vorsteuergewinn um 15% gestiegen, heisst es Vergütungsbericht weiter.

Die Gesamtentschädigung der Geschäftsleitung belief sich 2017 auf 99,9 Mio CHF, 2016 waren es 97,9 Mio CHF gewesen. An Verwaltungsratspräsident Axel Weber wurden 6,03 Mio CHF gezahlt. Er verdiente damit etwas weniger als im Vorjahr, als er knapp 6,07 Mio erhielt. Der gesamte Verwaltungsrat verdiente 13,1 Mio CHF nach 13,2 Mio CHF im Vorjahr.

Greco verdient mehr

Auch der Chef der Zurich Insurance Group, Mario Greco, hat im Jahr 2017 eine höhere Gesamtentschädigung bezogen. Der Lohn belief sich auf 8,6 Mio CHF. Das Einkommen setzt sich aus dem Grundgehalt von 1,6 Mio, leistungsbezogenen Barvergütungen von 2,8 Mio, dem Wert von zielzugeteilten Aktien in Höhe von 3,6 Mio, dem Wert von Pensionsanwartschaften von 0,5 Mio und sonstigen Vergütungen von 0,1 Mio zusammen, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Im Jahr 2016 hatte Greco mit 7,8 Mio weniger verdient, nachdem er damals erst am 7. März von der Generali als CEO zur Zurich gestossen war. Allerdings wurden ihm damals sonstige Zahlungen und Aktienzuteilungen in Höhe von 4,2 Mio vergütet. Diese seien gewährt worden, um entgangene Ansprüche aus Incentive-Plänen des früheren Arbeitgebers auszugleichen, heisst es.

Die gesamte Geschäftsleitung der Zurich, bestehend aus 14 Mitgliedern, wovon 11 während des ganzen Jahres angestellt waren, verdiente insgesamt 46,4 Mio CHF. Im Vorjahr hatten 15 GL-Mitglieder, inklusive VR-Präsident Tom de Swaan in seiner Funktion als CEO ad-interim, 44,2 Mio verdient. Das Gesamthonorar des Verwaltungsrats wird im Geschäftsbericht 2017 für elf Mitglieder wird 4,83 Mio CHF angegeben. Im Jahr davor hatten 13 Verwaltungsräte 4,61 Mio an Honorar erhalten.

(AWP/cash)