Lonza und LamKap spannen in der Krebsbekämpfung zusammen

Der Pharmazulieferer Lonza und die Biotechnologiefirma LamKap Bio Group wollen in der Entwicklung und Herstellung von Antikörpern zur Krebsbekämpfung zusammenarbeiten.
17.09.2020 16:56
Niederlassung von Lonza in Portsmouth im amerikanischen Staat New Hampshire.
Niederlassung von Lonza in Portsmouth im amerikanischen Staat New Hampshire.
Bild: ZVG

Der Pharmazulieferer Lonza werde die Zelllinien- und Prozessentwicklung, die Herstellung von Arzneimittelsubstanzen und Dienstleistungen für zwei vollständig humane bispezifische Antikörperprodukte von der Biotechnologiefirma LamKap übernehmen.

Aufbauend auf Lonzas Erfahrungen sowie mehreren anderen bispezifischen Antikörper-Plattformen werde Lonza an ihren Standorten Slough, Grossbritannien, und Hayward, USA, den Bau von Zelllinien und die Herstellung von entsprechenden Arzneimittelsubstanzen durchführen, teilte Lonza am Donnerstag mit.

Beginn noch 2020

Das Zelllinienentwicklungsprogramm LightPath werde im 3. Quartal 2020 beginnen und LamKap mit Material für klinische Studien der Phase I versorgen. Die Formulierung von Arzneimittelprodukten im Frühstadium und die Stabilitätsstudien werden in Lonzas Drug Product Services-Werk in Basel durchgeführt.

Die Antikörper von LamKap seien so konstruiert, dass sie sich gleichzeitig an zwei verschiedene Antigene binden. Die beiden Antigene könnten entweder auf einem Zelltyp, z.B. einer Tumorzelle, oder auf zwei verschiedenen Zelltypen, z.B. auf einer Tumorzelle und einer Immuneffektorzelle, lokalisiert sein. Beide Antikörperprodkte könnten zudem als Monotherapie und/oder in Kombination eingesetzt werden. Dadurch würden T-Zellen neu ausgerichtet, um Tumorzellen abzutöten.

(AWP)

 
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