Die Anteilscheine von Medacta fallen am Freitag um 11,4 Prozent auf 109,20 Franken. Damit endet eine Phase wieder steigender Notierungen abrupt. Grund dafür ist der gekappte Jahresausblick, den das Management um CEO Francesco Siccardi am Donnerstag nach Börsenschluss bekanntgab.
Neu rechnet Medacta für 2026 mit einem Umsatzwachstum von 9 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Bisher lag die Prognose in der Spanne von 10 bis 14 Prozent.
Die bereinigte Ebitda-Marge des Jahres 2026 soll nunmehr weitgehend auf dem Niveau von 2025 liegen. Zuvor ging das Management von einem Anstieg um etwa 50 Basispunkte gegenüber dem Jahr 2025 aus.
Die Anpassung spiegele in erster Linie ein insgesamt schwächeres Marktumfeld im US-Gesundheitssektor wider, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstagabend. Auf Basis der im ersten Halbjahr 2026 beobachteten Trends sei Medacta von einer Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte ausgegangen – eine Erwartung, die sich jedoch nicht erfüllt habe. Dennoch verlaufe die Gewinnung neuer Kunden in den USA weiterhin gut; sie entspräche den Erwartungen des Managements sowie den historischen Werten und liege deutlich über dem Marktwachstum, so das Tessiner Orthopädieunternehmen weiter.
Der mittelfristige Ausblick ist von der Kappung der Jahresziele nicht betroffen. Für die Jahre 2024 bis 2027 wird eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 12 bis 15 Prozent angepeilt. Zugleich wird eine schrittweise Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge ab 2025 angestrebt.
Die Medacta-Valoren haben sich in vergangenen Wochen leicht erholt, stehen insgesamt aber schon seit längerem unter Druck. So haben sie seit Anfang Jahr mehr als 21 Prozent eingebüsst.
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