Operativ ist das Tessiner Orthopädieunternehmen Medacta aber besser unterwegs, weshalb der Ausblick für das laufende Jahr bestätigt wird. Bereits seit Ende Juli ist ein gut 7 Prozent höherer Umsatz von 368,0 Millionen Euro bekannt. Den adjustierten Betriebsgewinn EBITDA beziffert das Unternehmen in einer Mitteilung vom Mittwoch nun auf 97,4 Millionen Euro, das sind 1,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Marge kam mit 26,5 Prozent nach 28,7 Prozent im ersten Halbjahr 2025 ebenfalls etwas tiefer zu liegen. Damit wurden die Erwartungen der Analysten leicht verfehlt.

CEO Francesco Siccardi verwies in dem Communiqué auf eine unerwartete Abschwächung im US-Markt. Dieser ist bei Medacta üblicherweise margenstärker als andere Regionen. Belastet hätten auch die gestiegenen Transportkosten aufgrund von Treibstoffzuschlägen.

Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen einen Reingewinn von 41,9 Millionen Euro und damit 18,9 Millionen weniger als im Vorjahr. Grund dafür ist allerdings vor allem ein Sondereffekt: Im ersten Halbjahr 2025 hatte Medacta aus der Übernahme von Parcus Medical einen einmaligen Gewinn von 13,7 Millionen Euro verbucht. Dieser fällt im laufenden Jahr weg.

Weiteres Wachstum geplant

Die im Juli bestätigten Ziele behalten ihre Gültigkeit. Demnach strebt Medacta im Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von 10 bis 14 Prozent zu konstanten Wechselkursen sowie eine Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge um rund 50 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr an, ebenfalls zu konstanten Wechselkursen und vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse.

Für den Zeitraum 2024 bis 2027 wird ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 12 bis 15 Prozent zu konstanten Wechselkursen erwartet. Gleichzeitig soll sich die bereinigte EBITDA-Marge gegenüber 2025 schrittweise verbessern.

(AWP)