Insgesamt setzte der Dax‑Konzern Mercedes-Benz 407'200 Autos ab und damit 8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Stuttgarter am Mittwoch mitteilten. Vor allem die Krise in China zog das Unternehmen nach unten. Dort wurden mit 86'800 Pkw fast ein Drittel weniger Autos verkauft. Ein Plus in den USA und Deutschland konnte das nicht wettmachen. Ebenfalls schmerzhaft: Im teuersten Segment, zu dem Mercedes unter anderem das Flaggschiff S‑Klasse, die Luxussubmarke Maybach oder die Tuning-Autos von AMG zählt, ging es mit einem Minus von einem guten Fünftel auch deutlich bergab.

Bei Elektroautos machten die Schwaben allerdings deutlich Boden gut, nahezu jeder dritte Pkw in Europa war vollelektrisch. Es sei der höchste Quartalsabsatz vollelektrischer Fahrzeuge in der Unternehmensgeschichte gewesen, sagte Vertriebsvorstand Mathias Geisen laut Mitteilung. Eine gute Auftragslage bei neuen Elektromodellen zeige, dass die Modelloffensive in vollem Gange sei. «Ausserhalb Chinas ist der Pkw-Absatz 2026 im dritten Quartal in Folge gegenüber dem Vorjahr gestiegen», fand Geisen auch insgesamt Positives. In China sei das Marktumfeld weiterhin schwierig und der Wettbewerb intensiv, hiess es vom Konzern.

In der Transportersparte Vans blieben die Verkäufe mit einem Plus von einem Prozent auf 84'400 Fahrzeuge stabil. Insgesamt fiel der Absatz des Konzerns damit um 6 Prozent auf 491'700 Fahrzeuge.

(AWP)