Gemäss vorliegenden Zahlen soll sich der Konzernverlust nach sechs Monaten auf über 81 Millionen Franken belaufen. Der Betriebsverlust beträgt vorläufig sogar 96,8 Millionen Franken. Einen deutlichen Einbruch verzeichnet Meyer Burger auch beim Nettoumsatz. Dieser beträgt gerade noch 90 Millionen Franken. Im Spitzenjahr 2011 betrug dieser über 1,3 Milliarden Franken.
Die Marktsituation in der Solarindustrie blieb im ersten Halbjahr 2013 angespannt und erwartungsgemäss war das Ergebnis der Meyer Burger Gruppe in der Berichtsperiode von einer tiefen Nachfrage der Kunden in Bezug auf neues Produktionsequipment geprägt.
Den vollständigen Halbjahresbericht veröffentlicht Meyer Burger am 15. August.
Erstes grösseres Auftragsvolumen seit 2011
Ohne die jüngsten Aufträge wäre der Umsatz noch deutlich geringer ausgefallen. Wie Meyer Burger am Montagabend mitteilt, konnten jüngst mit neuen Kunden im asiatischen Markt strategische Verträge für die Lieferung von Hightech Diamantdraht-Sägesystemen und von industrieführenden Modulproduktions- und Testing-Technologien abgeschlossen werden. Die Aufträge haben zusammen einen Wert von über 22 Millionen Franken.
Diese Verträge bestätigen Meyer Burger gemäss Communiqué die Anzeichen für eine Markterholung im Photovoltaik-Markt. Es ist das erste grössere Auftragsvolumen, welches das Unternehmen seit dem Beginn der Solarmarktkrise in der zweiten Jahreshälfte 2011 erhalten hat und gleichzeitig ein wichtiger Erfolg für die Diamantdrahttechnologie.
Aktie im Plus
Meyer Burger ist gemäss eigenen Aussagen mit ihren Technologien und mit dem strategischen Fokus auf die gesamte Wertschöpfungskette der Photovoltaik klar positioniert, um die zukünftigen Anforderungen im Herstellungsprozess der Photovoltaik abzudecken. Das Unternehmen erwartet ein Wiederanziehen der Nachfrage nach Produktionsequipment im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2013.
Dem Anschein nach waren am Montag während des Handels erste Informationen am Markt bereits durchgesickert. Im Laufe des Tages zogen die Titel von Meyer Burger kräftig an und schlossen mit einem Plus von über 5 Prozent.
