Der Medienkonzern Skydance hat am Dienstag die 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery abgeschlossen. ‌Damit entsteht ⁠unter der Führung von Vorstandschef David Ellison ein neuer Hollywood-Gigant. Der ⁠Deal vereint die Filmstudios hinter Erfolgen wie «Mission: Impossible» und «Harry Potter» mit Fernseh- und Streaming-Sendern ‌wie CBS, CNN, Paramount+ und HBO Max. ‌Ziel sei es, es «mit den ​grössten Akteuren unserer Branche aufzunehmen», sagte Ellison in einer Mitteilung an die Mitarbeiter.

Die Fusion findet in einer Zeit statt, in der die traditionelle Medienbranche durch sinkende Kabel-TV-Abonnements und den teuren Wettbewerb im Streaming-Geschäft ‌unter Druck steht. Die etablierte Branche sei selbstgefällig gewesen und habe zugelassen, dass Konkurrenten wie Netflix und Amazon ihr Geschäft umkrempelten, sagte Ellison ​auf einer Pressekonferenz. Auf dem neuen Konzern, der ebenfalls ​Skydance heissen wird, lasten Schulden von ​rund 80 Milliarden Dollar. Geplant ist unter anderem, die Streaming-Dienste wie HBO Max ‌und Paramount+ zusammenzulegen und Einsparungen von sechs Milliarden Dollar zu realisieren.

US-Präsident Donald Trump äusserte sich zustimmend zu dem Geschäft. Die Fusion hatte im ​Vorfeld ​jedoch Bedenken wegen der redaktionellen Unabhängigkeit ⁠der zum Konzern gehörenden Nachrichtensender ausgelöst. Als ​Teil der Einigung zur Genehmigung ⁠des Deals stimmte Ellison der Schaffung eines redaktionellen Aufsichtsgremiums für ‌CNN und CBS zu. Kritiker befürchten jedoch, dass dieses Gremium «zahnlos» sein wird. Die Sorgen werden durch frühere Vorwürfe ‌geschürt, Ellison habe die Berichterstattung bei CBS News zugunsten ​von Trump beeinflusst.

(Reuters)