Mittel gegen Augenleiden - Raxone-Erfolg für Santhera

Das Pharmaunternehmen Santhera meldet einen Erfolg für sein Medikament Raxone. Die schottischen Behörden haben das Mittel für Patienten mit einer bestimmten Augenerkrankung bewilligt.
09.05.2017 08:10
Thomas Meier ist CEO von Santhera.
Thomas Meier ist CEO von Santhera.
Bild: cash

Das Scottish Medicines Consortium (SMC) hat das Mittel zur eingeschränkten Verwendung bei LHON-Patienten (Lebersche Optikusatrophie) zugelassen, wie die an der SIX kotierte Gesellschaft am Dienstag mitteilt. Konkret sei Raxone durch die Gesundheitsbehörde NHS Scotland für die eingeschränkte Verwendung bei der Behandlung von Sehbehinderungen bei jugendlichen und erwachsenen LHON-Patienten, die noch nicht erblindet sind, akzeptiert worden.

Raxone wurde den Angaben von Santhera zufolge nach der Beurteilung unter dem SMC Patient and Clinician Engagement (PACE)-Prozess akzeptiert, der Anwendung findet für Medikamente, die am Lebensende und für sehr seltene Erkrankungen verwendet werden.

Schottland ist der erste Landesteil in Grossbritannien, der Raxone für die Behandlung von LHON zur Verfügung stelle. Die SMC-Empfehlung berücksichtige die Vorteile eines Patientenzugangs, der eine Verbesserung der Kosteneffizienz von Raxone mit sich bringt, heisst es.

"Wir arbeiten weiterhin mit den Gesundheitsdiensten in anderen Teilen Grossbritanniens zusammen und hoffen, dass nach dieser positiven Empfehlung für NHS Scotland die Verfügbarkeit auch für andere LHON-Patienten in ganz Grossbritannien ermöglicht wird", lässt sich Giovanni Stropoli, Chief Commercial Officer Europe & ROW, in der Mitteilung zitieren.

LHON (Leberscher Hereditärer Optikus-Neuropathie) ist eine Erkrankung, die vor allem bei jungen Männern in den späten Jugendjahren bzw. im frühen Erwachsenenalter Blindheit verursacht. Die Patienten verlieren plötzlich die zentrale Sehschärfe und sind nicht mehr in der Lage, Details zu erkennen, Gedrucktes zu lesen oder Gesichter zu erkennen. Innerhalb von zwölf Monaten ab Krankheitsbeginn werden etwa 80% der unbehandelten Patienten als offiziell blind eingestuft, wie es heisst.

(AWP)