Der Verwaltungsrat von MPS habe am Donnerstag Gebote für die italienische ‌Bank Banco BPM und den Vermögensverwalter ‌Banca Generali genehmigt, sagte eine ​mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Italienischen Medienberichten zufolge stimmte der Verwaltungsrat dem Vorschlag von Konzernchef Luigi Lovaglio mehrheitlich, aber nicht einstimmig zu. Damit will sich MPS ‌der 36 Milliarden Euro schweren Übernahmeofferte von Intesa aus Turin widersetzen.

Das älteste noch bestehende Geldhaus der Welt mit ​Sitz in Siena hatte bereits einen Zusammenschluss ​mit Banco BPM ausgelotet, die Gespräche ​jedoch am 31. Juli für beendet erklärt. Als Grund galt die ‌Ablehnung des Plans durch den BPM-Hauptinvestor, die französische Crédit Agricole.

MPS steht im Zentrum der Konsolidierung im italienischen Bankensektor. ​Der ​Staat hatte das Institut ⁠2017 mit Steuermilliarden gerettet und bis ​2024 wieder reprivatisiert. ⁠In dem Zuge war BPM im November 2024 bei ‌MPS eingestiegen. MPS selbst hatte im vergangenen Jahr Mediobanca übernommen und war damit zum grössten Investor ‌des Versicherers Generali aufgestiegen.

(Reuters)