Der Umsatz fiel binnen Jahresfrist um ein Drittel auf 63,8 Millionen Euro, wie Morphosys am Mittwochabend mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte die Gesellschaft noch von deutlich höheren Umsatzerlösen aus Lizenzen aufgrund einer Lizenzvereinbarung mit der US-Biotechfirma HI-Bio profitiert. Der operative Verlust erhöhte sich trotz geringerer Aufwendungen und Kosten etwa für Forschung und Entwicklung sowie für den Vertrieb auf 51 Millionen Euro von gut 29 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Der US-Nettoproduktumsatz von Monjuvi - das bislang einzige eigene Medikament von Morphosys auf dem Markt - stieg um fünf Prozent auf 23,4 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine im Oktober aufgestockte Prognose für Monjuvi, die einen Umsatz von 85 bis 95 Millionen Dollar vorsieht. Alle Hoffnungen liegen bei Morphosys derzeit indes auf der Veröffentlichung von ersten Daten aus der zulassungsrelevanten Studie mit seinem Medikament Pelabresib. Diese erwartet das Unternehmen bis Ende November. Morphosys traut dem Mittel, das zur Behandlung von Myelofibrose - eine seltene bösartige Erkrankung des Knochenmarks - entwickelt wird, Umsätze in Milliardenhöhe zu.

(Reuters)