Risikobereinigt ‌seien ⁠die Preise in den Verhandlungen mit den Erstversicherern und ⁠Maklern zum 1. Juli um 5,5 Prozent zurückgegangen, teilte der weltweit zweitgrösste ‌Rückversicherer Munich Re am Freitag mit. Die ‌Münchener Rück habe deshalb mit ​2,9 Milliarden Euro 9,1 Prozent weniger Geschäft gezeichnet. «Auf Geschäft, für das wir keine risikoadäquaten Preise erhalten, verzichten wir bewusst», sagte Vorstandschef Christoph Jurecka. Das Preisniveau sei trotz ‌des Rückgangs «weiterhin gut». In der Juli-Erneuerung ging es vor allem um Verträge in Nord- und Südamerika sowie Australien.

Für die ​weitaus wichtigere Erneuerungsrunde zum 1. Januar erwartet die ​Münchener Rück «ein Marktumfeld, in ​dem trotz der hohen Wettbewerbsintensität das nach wie vor gute Preisniveau und ‌die erzielten Verbesserungen in den Vertragsbedingungen weitgehend gehalten werden können», wie es in der Mitteilung hiess.

Für das laufende Jahr ​rechnet ​die Münchener Rück ⁠nun für die Rückversicherung mit einem Versicherungsumsatz ​von 38 Milliarden Euro, ⁠zwei Milliarden weniger als bisher. Das schlägt ‌sich auch auf den Konzernumsatz durch, der sich auf 62 (bisher 64) Milliarden Euro belaufen dürfte. An ‌der Gewinnprognose von 6,3 Milliarden Euro hält ​der Rückversicherer aber fest.

(Reuters)