Die Aktie von Lindt&Sprüngli beendete den Handel am Mittwoch 4,4 Prozent höher bei 97'200 Franken. Der Partizipationsschein (PS) schloss gar 4,9 Prozent höher bei 9540 Franken. Das ist der höchste Stand seit dem 8. Mai.
Grund war ein Analystenurteil der Bank of America. Der Experte senkte zwar das Kursziel für den PS auf 13'400 von zuvor 13'700 Franken. Allerdings bekräftigte er seine Kaufempfehlung für den Titel.
Aktie und PS von Lindt&Sprüngli haben eine monatelange Talfahrt hinter sich. Die Titel sackten dabei auf den tiefsten Stand seit Januar 2023 ab.
Investoren befürchten, dass Konsumenten die satten Preiserhöhungen von Lindt in diesem Jahr nicht mehr «mitmachen». Denn normalerweise kann Lindt & Sprüngli höhere Kakaopreise durch Effizienzsteigerungen, Kostenkontrolle und Preissteigerungen abfangen.
Eine ähnlich positive Sicht wie die Bank of Amnerica hat der Experte von Julius Bär. Das organische Wachstum im ersten Halbjahr dürfte positiv bleiben und sich im zweiten Halbjahr wieder beschleunigen. Entlastend wirke dabei, dass die Kakaopreise trotz eines absehbaren Anstiegs nicht mehr auf die Hochstände von 2024 und 2025 zurückkehren dürften.
Dran haben aber Analysten von Citigroup Zweifel. Sie sagen, dass die New Yorker Kakao-Futures innerhalb von drei Monaten auf 5000 US-Dollar pro Tonne und innerhalb von zwölf Monaten auf 6000 US-Dollar steigen, sobald sich das Wetterphänomen El Niño bemerkbar macht. Zurzeit kostet die Tonne Kakao rund 4250 Dollar.
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