Die angespannte Lage am Kraftstoff-Weltmarkt rückt Benzin in den Fokus der Experten von Goldman Sachs. Die Wall-Street-Bank rechnet im Benzin-Segment mit weiteren Preisanstiegen und hat ihre Handelsstrategie entsprechend angepasst. 

«Der Hauptgrund für diese neue Empfehlung ist, dass die Verlagerung der Produktion der Raffinerien von Benzin auf Diesel die Benzinmärkte rasch verknappt», erklärten die Analysten Yulia Zhestkova Grigsby und Daan Struyven von Goldman Sachs. 

Die globalen Kraftstoffmärkte sind in diesem Jahr durch die kombinierten Auswirkungen der Verwerfungen im Nahen Osten sowie des Krieges zwischen Russland und der Ukraine erheblich unter Druck geraten.

Kiew hat dabei Moskaus Raffinerien massiv angegriffen. In den USA haben Diesel-Futures ein beispielloses Preisniveau erreicht. Auch die durchschnittlichen Preise an den Zapfsäulen sind auf ein Allzeithoch gestiegen, da die Preise von Raffinerieprodukten deutlich stärker zulegen als Rohöl.

Diesel könnte zwar noch weiter steigen, doch Benzin biete nun «mehr Chancen auf Preissteigerungen», erklärten die Analysten von Goldman Sachs in dem Bericht. Als Gründe nannten sie unter anderem eine robustere Nachfrage und relative Verschiebungen bei den Lagerbeständen.

Die Experten von Goldman Sachs empfehlen Wetten auf Preisanstiege bei europäischem Benzin für Mitte 2027.

(Bloomberg)

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