Nach leichtem Zinsanstieg - Hauskäufer wählen vermehrt mittelfristige Hypotheken

Festhypotheken haben sich im dritten Quartal 2018 leicht verteuert. Hauskäufer griffen deshalb vermehrt nach Mittelfristhypotheken.
09.10.2018 11:55
Die Zinsen für langfristige Hypotheken haben leicht angezogen.
Die Zinsen für langfristige Hypotheken haben leicht angezogen.
Bild: pixabay.com

Die Nachfrage nach mittleren Laufzeiten erhöhte sich auf 17,7 Prozent nach 12,4 Prozent. Diese Hypotheken haben weniger stark aufgeschlagen als die langfristigen. Die Zinsen für zehnjährige Festhypotheken erhöhten sich auf 1,62 Prozent, im zweiten Quartal waren sie noch für 1,56 Prozent zu haben. Für eine fünfjährige Festhypothek wird derzeit 1,13 Prozent Zins verlangt, nach 1,11 Prozent im Vorquartal, wie die Vergleichsplattform Comparis.ch am Dienstag mitteilte.

Die Nachfrage nach langen Laufzeiten habe im Gegenzug erstmals seit dem Ende 2018 nachgelassen. Dennoch setzen mit einem Anteil von 78,7 Prozent nach 83,5 Prozent noch immer die Meisten auf lange Laufzeiten.

Hypozinsen von 1 Prozent seien eine psychologisch wichtige Schwelle, wird Comparis-Banken-Experte Dominik Weber in der Mitteilung zitiert. Nicht wenige Hypothekarnehmer würden zuerst die monatliche Zinsbelastung definieren und dann die entsprechende Laufzeit wählen.

Mittelfristig dürften die Zinsen laut Comparis weiterhin tief bleiben. Anfang Jahr hätten die Richtzinsen noch markant angezogen und auf eine schnelle Zinswende hingedeutet. Aktuell jedoch gebe es makroökonomisch widersprüchliche Tendenzen, die den Zinsanstieg deutlich bremsen könnten. Da die Schweizerische Nationalbank nur im Gefolge der Entwicklung im Euroraum reagieren werden, sei ein rapider Anstieg der Leitzinsen hierzulande ein unwahrscheinliches Szenario.

(AWP)