Die Aktien von Novartis fallen am Mittwoch im frühen Handel 0,8 Prozent auf 110,86 Franken. Die Titel zeigen somit keine Erholungstendenz, nachdem sie am Montag um 3 Prozent und am Dienstag um 11 Prozent gefallen waren. 

Novartis musste zu Wochenbeginn gleich zwei schwere Rückschläge bei der Medikamentenentwicklung bekanntgeben. Am Montag das Scheitern eines wichtigen Cholesterinmedikaments (Pelacarsen), tags darauf ein Fehlschlag mit dem Hoffnungsträger Del-Desiran zur Behandlung einer ‌seltenen Muskelerkrankung.

Es mehren sich Indizien, dass Anleger nach diesen Enttäuschungen vermehrt auf die Wertpapiere des Lokalrivalen Roche umschichten. Ein Hinweis liefert der Analyst der Royal Bank of Canada. In einer neuen Studie vom Mittwoch nimmt er die Anlageempfehlung für die Novartis-Aktie lediglich mit «Sector Perform» auf, die Partizipationsscheine (PS) von Roche dagegen mit «Sector Outperform».

Die jüngsten Rückschläge bei Pelacarsen und Del-Desiran hätten den Druck auf die Pipeline von Novartis erhöht, schreibt der zuständige Analyst. Das angepeilte Umsatzwachstum erscheine nun ambitioniert und dieses könne nur bei einer nahezu fehlerfreien weiteren Pipelineentwicklung oder Zukäufen erreicht werden. Das Kursziel für die Novartis-Aktie veranschlagt der Analyst bei 120 Franken.

Die Pipeline von Roche dagegen werde am Markt weiterhin unterschätzt, so der Analyst weiter. Dem Brustkrebsmittel Giredestrant traut er etwa Spitzenumsätze von 14 Milliarden Dollar zu. Auch das bestehende Geschäft dürfte sich weiter beschleunigen, so der Experte weiter.

Die Bewertung der Titel sei zwar hoch, was mit Blick auf die Qualität des Unternehmens auch gerechtfertigt sei. Das Kursziel für den PS setzt er bei 400 Franken fest (derzeit: 348 Franken).

(cash)