Nestlé erhält vom Finanzinvestor Yellow Wood Partners 1,0 Milliarden US-Dollar für das Geschäft mit Marken wie Nature's Bounty und Osteo Bi-Flex. Dieses erzielte 2025 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar. Für die damalige Bountiful Company hatte Nestlé 2021 noch 5,8 Milliarden Dollar bezahlt. Damals setzte das Geschäft 1,9 Milliarden um.
Vontobel spricht entsprechend von einem «schmerzhaften Kapitel der Wertvernichtung», das Nestlé nun abschliesse. Der Verkauf sei zwar erwartet worden, werde aber mit Blick auf die Stimmung positiv gewertet. Zudem dürfte die Trennung das organische Wachstum und die operative Marge leicht verbessern.
Auch die UBS verweist auf die schwache Entwicklung seit der Übernahme. So sei der US-Marktanteil im Vitamingeschäft von rund 10 Prozent in den Jahren 2020 bis 2022 auf 7,6 Prozent im September 2024 gesunken. Der Verkaufspreis entspricht lediglich dem 0,8-Fachen des Jahresumsatzes. Die Verschuldung werde durch den Erlös nur geringfügig reduziert.
Die ZKB richtet den Blick deshalb bereits auf einen finanziell bedeutenderen möglichen Schritt. Ein Börsengang oder Spin-off des Eiscreme-Gemeinschaftsunternehmens Froneri wäre aus Sicht der Bank die naheliegendste Transaktion, um die Verschuldung von derzeit rund dem Dreifachen des EBITDA zu senken und zusätzliche Mittel für Investitionen ins Kerngeschäft freizusetzen.
Bislang ist dies allerdings lediglich ein Gedankenspiel der ZKB. Nestlé selbst will an seiner 50-Prozent-Beteiligung an Froneri festhalten.
(AWP)

