Neue Kaufempfehlung - Ist die Alcon-Aktie auf den Investorentag hin ein Kauf?

Der Kurs der ehemaligen Novartis-Tochter Alcon hat sich in den letzten zwölf Monaten kräftig erholt. Ein US-Broker ändert aber im Vorfeld des Investorentages seine Meinung zur Aktie.
23.03.2021 08:25
Von Lorenz Burkhalter
Kontaktlinsen werden mit spezieller Flüssigkeit gereinigt und aufbewahrt.
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Bild: imageo images / Science Photo Library

Den Aktionärinnen und Aktionären von Alcon bietet sich schon seit Wochen dasselbe zermürbende Bild: Während sich beim Swiss Performance Index (SPI) ein Rekord an den nächsten reiht, tritt die Aktie der ehemaligen Novartis-Tochter an Ort.

Das könnte sich nun ändern, stuft der US-Broker BTIG die Aktie im Hinblick auf den diesjährigen Investorentag von morgen Mittwoch doch von "Neutral" auf "Buy" Herauf. Mit 78 Dollar liegt das Kursziel für die in New York gehandelte Aktie um fast 15 Prozent über den zuletzt bezahlten Kursen.

US-Broker ist in guter Gesellschaft

BTIG geht davon aus, dass Alcon anlässlich des Investorentages die Zweifel an der Erreichbarkeit der eigenen Mittelfristziele zerstreuen kann. Zudem sieht der US-Broker das in der Augenheilkunde tätige Unternehmen mit zahlreichen Wachstumstreibern ins neue Jahr starten nachdem es in den letzten vier Quartalen die Analystenerwartungen bereits dreimal übertreffen konnte.

Mit der Kaufempfehlung ist BTIG in guter Gesellschaft. Auch die als gut vernetzt geltende US-Investmentbank Goldman Sachs preist die Alcon-Aktie mit einem 12-Monats-Kursziel von 75 Franken zum Kauf an. Dem pflichten auch die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse bei. Letztere sieht die in New York gehandelte Aktie gar auf 86 Dollar steigen und stuft sie deshalb mit "Outperform" ein.

Alcon ein frühes Opfer der Covid-19-Pandemie

Obwohl der Kurs der Alcon-Aktie unter das Rekordhoch von Anfang Februar bei gut 69 Franken zurückgefallen ist, errechnet sich seit Jahresbeginn noch immer ein Plus von fast 7 Prozent.

Viel Geld verdiente, wer im März letzten Jahres auf dem Höhepunkt der Pandemieängste bei Kursen um 40 Franken den Mut fand und zugriff. Zu diesem Zeitpunkt liessen die Einschränkungen von regulären Spitaleingriffen die Umsätze beim Unternehmen regelrecht wegbrechen. In der zweiten Jahreshälfte setzte dann aber eine kräftige Belebung des Tagesgeschäfts ein.

Alcon wurde im April 2019 von Novartis abgespalten. Den Aktionärinnen und Aktionäre des Basler Mutterhauses wurde damals eine Alcon-Aktie pro fünf Novartis-Aktien zugeteilt. Nicht wenige halten diese Titel bis heute in ihren Wertschriftenportefeuilles.