Neues iPhone: Zulieferer deuten auf Details hin

In gut 24 Stunden stellt Apple das neue iPhone vor. Schon im Vorfeld sorgt das Smartphone in Expertenkreisen für allerlei Spekulationen. Aktivitäten bei den Zulieferfirmen verraten nun erste Details.
09.09.2013 08:38
Von Lorenz Burkhalter

Die Welt blickt gespannt in Richtung Cupertino. Dort wird Apple morgen Dienstag der Öffentlichkeit die neuste Generation des iPhone vorstellen. Noch ist unklar, ob das amerikanische Kultunternehmen auch gleich mit einem im Tiefpreissegment angesiedelten Modell für die Schwellenländer nachlegt.

Schon seit Wochen wird darüber spekuliert, wie das neuste Smartphone aussieht, über was für technische Differenzierungsmerkmale es verfügt und zu was für einem Preis es auf den Markt kommt. Für erste Anhaltspunkte sorgen diesbezüglich die jüngsten Aktivitäten bei den Zulieferfirmen.

Kommt das Billig-iPhone oder nicht?

Geht es nach Stifel Nicolaus, so wird Apple neben einem neuen iPhone auch ein im tiefen Preissegment angesiedeltes Gerät vorstellen. Darauf lasse zumindest die Drosselung für die Produktion des A6-Prozessors beim Zulieferer Samsung schliessen. Im Gegenzug habe das koreanische Unternehmen die Produktion des A5-Prozessors wieder hochgefahren.

Da der A6-Prozessor fester Bestandteil des iPhone 5 ist und der A5-Prozessor beim Vorgängermodell iPhone 4 Anwendung findet, liegt es nahe, dass Apple den A5-Prozessor für ein im Tiefpreissegment angesiedeltes iPhone produzieren lässt.

Interessant ist allerdings auch, dass die Gesamtproduktion der beiden Prozessoren gemäss Stifel Nicolaus derzeit geringer sei als zur gleichen Zeit letztes Jahr. Diese Beobachtung scheint man allerdings auch beim amerikanischen Bankinstitut nicht so richtig deuten zu können.

Von den Zulieferaktivitäten leitet der Experte allerdings ab, dass das neuste iPhone zwischen 300 und 400 Dollar und das im tiefen Preissegment angesiedelte Modell 200 bis 300 Dollar kosten wird. Etwas höher liegen die Schätzungen des für Nomura tätigen Berufskollegen. Dieser rechnet mit einem Verkaufspreis von 400 bis 450 Dollar für das neuste iPhone und von 300 bis 350 Dollar für das Sparmodell.

Apple bleibt gefordert

In den letzten Jahren musste Apple die Marktführerschaft bei den Smartphones an den Rivalen Samsung abgeben. Die Amerikaner versuchen sich zwar mit Patentklagen zur Wehr zu setzen, bisher allerdings nur mit mässigem Erfolg. Gleichzeitig drängen immer mehr neue Anbieter in den lukrativen Markt. Die Aktien des einstigen Marktführers haben seit ihren Höchstkursen denn auch rund einen Drittel an Wert eingebüsst.

Apple muss morgen Dienstag deshalb ein iPhone vorlegen, welches sich sowohl von den Konkurrenzprodukten als auch von früheren Produktgenerationen kommerziell abheben lässt.