Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un stellt bei der letzten Plenarsitzung des Jahres die Weichen für die Politik im neuen Jahr. 2023 sei ein Jahr der «grossen Wende und des grossen Wandels» gewesen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Kim am Mittwoch. Er lobte die Fortschritte in allen Bereichen, einschliesslich Militär, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheit, «trotz einiger Abweichungen», und legte einen Bericht vor, in dem er «die Kennziffern der gesamten Wirtschaft darlegte, die deutlich zeigen, dass die umfassende Entwicklung des sozialistischen Aufbaus wirklich ernsthaft vorangetrieben wird». Die Entwicklung neuer strategischer Waffen, einschliesslich des Aufklärungssatelliten, habe das Land «in die Position einer Militärmacht gebracht».
Die Spannungen waren in den vergangenen Wochen wieder aufgeflammt, nachdem Nordkorea sein Atomprogramm und seine militärischen Aktivitäten verstärkt hatte: Mit dem jüngsten Start einer neuen Interkontinentalrakete wollte die Regierung in Pjöngjang nach eigenen Angaben angesichts der wachsenden Feindseligkeit der USA die Kriegsbereitschaft seiner Atomstreitkräfte testen. Die USA, Südkorea und Japan haben den Raketenstart verurteilt. Kim hatte zuvor angekündigt, Nordkorea werde nicht zögern, einen Atomangriff zu starten, sollte das Land mit Atomwaffen provoziert werden. In der vergangenen Woche hatte das abgeschottete Land nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zudem einen neuen Reaktor im Nuklearkomplex Yongbyon in Betrieb genommen. Ende November hatte Nordkorea nach eigenen Angaben erfolgreich seinen ersten militärischen Spionagesatelliten ins All geschossen.
(Reuters)
