Novartis denkt an Verkauf der Problemsparte Alcon

Der Basler Pharmakonzern Novartis schliesst einen Verkauf der jüngst von Nestle übernommenen Augenheil-Sparte Alcon nicht aus.
13.11.2016 12:46
Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt.
Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt.
Bild: cash

Novartis-Präsident Jörg Reinhardt sagte der "Sonntagszeitung", die zwischen 2008 und 2015 schrittweise gekaufte Alcon habe sich "in den letzten zwei Jahren nicht so entwickelt, wie wir das erwartet hatten." Nun solle die Ertragswende vorangetrieben werden.

"In Zukunft halten wir uns aber alle Optionen offen. Da stellt sich auf lange Sicht die Frage, ob wir der beste Eigner für Alcon sind." Novartis hatte insgesamt 51 Milliarden Dollar für Alcon bezahlt. 

Die Ertragsschwäche und die starke Ausrichtung auf die Medizintechnik treiben immer wieder Spekulationen an, dass sich der Konzern aus Basel von der Sparte trennen könnte. Alcon kämpft seit 2014 mit rückläufigen Umsätzen. Die Firma leidet stark unter Konkurrenz und hat teilweise den Anschluss verloren.

Im Fall der Tochter Sandoz, deren Zukunft im Konzern ebenfalls angezweifelt wird, sagte Reinhardt allerdings: "Sandoz sehen wir mehr und mehr als integralen Bestandteil von Novartis.»

(AWP/Reuters)