Bei Patientinnen mit einem bestimmten Typ von frühem Brustkrebs mit hohem Rückfallrisiko sank das Sterberisiko um rund 19 Prozent gegenüber einer alleinigen Hormontherapie. Die Ergebnisse werden am Freitag am Jahreskongress der European Society for Medical Oncology in Madrid präsentiert, wie Novartis bekanntgab.
Die Daten stammen aus der Phase-III-Studie Natalee, an der rund 5100 Patientinnen in 20 Ländern teilnahmen. Untersucht wurde Kisqali in Kombination mit einer Hormontherapie über einen Beobachtungszeitraum von sechs Jahren. Die Studie umfasste Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem Brustkrebs im Stadium II und III - also einem Brustkrebs, der auf Hormone reagiert, aber ein bestimmtes Eiweiss namens HER2 nicht übermässig bildet.
Die Patientinnen hatten Kisqali im Median seit rund drei Jahren abgesetzt, als die aktuellen Daten erhoben wurden. Trotzdem nahm der Nutzen weiter zu: Der Unterschied im Gesamtüberleben zwischen den beiden Gruppen stieg von 1,2 Prozent nach fünf Jahren auf 2,1 Prozent nach sechs Jahren.
Auch bei weiteren Endpunkten wie dem rückfallfreien Überleben zeigte sich ein wachsender Vorteil für Kisqali. Das Sicherheitsprofil blieb laut Novartis stabil, ohne neue Nebenwirkungen.
Kisqali ist bereits in über 100 Ländern zugelassen, darunter in den USA und in der Europäischen Union - sowohl für frühen Brustkrebs mit hohem Rückfallrisiko als auch für fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs.
(AWP)

