Novartis ist im Schlussquartal 2025 nahezu auf der Stelle getreten. Dies lag an der Umsatzerosion durch Nachahmer. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt das Management einen gemischten AUsblick. Die Aktie fällt im vorbörslichen Handel am Mittwoch 1,7 Prozent.

Wie Novartis am Mittwoch mitteilte, kletterten die Umsätze im vierten Quartal auf 13,3 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab dies ein Minus von 1 Prozent. Damit hat sich das Wachstumstempo gegenüber dem Vorquartal (+8 Prozent) deutlich verlangsamt, nachdem es in den ersten beiden Quartalen jeweils zweistellig war.

Beim operativen Gewinn verbuchten die Basler einen Anstieg um 2 Prozent auf 3,6 Milliarden. Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von 2,4 Milliarden nach 2,8 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang sei vor allem höheren Ertragssteuern geschuldet, heisst es in der Mitteilung weiter.

Für Analysten ist aber vor allem der um verschiedene Einflüsse bereinigte Kern-Betriebsgewinn entscheidend. Mit 4,9 Milliarden legte dieser um 1 Prozent zu und traf damit den AWP-Konsens von 4,9 Milliarden.

Im gesamten Geschäftsjahr 2025 setzte Novartis 54,5 Milliarden Franken um (+8 Prozent). Zu konstanten Wechselkursen resultierte ein Plus von ebenfalls 8 Prozent. Damit erreicht das Unternehmen das vom Management in Aussicht gestellt Nettowachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Unter dem Strich verblieb ein Jahresgewinn von 14 Milliarden nach knapp 12 Milliarden im Vorjahr. Der operative Kerngewinn legte um zwölf Prozent auf 21,9 Milliarden Dollar zu, währungsbereinigt sogar um 14 Prozent.

Die Aktionäre erhalten eine auf 3,70 von 3,50 Franken erhöhte Dividende.

Der Pharmakonzern Novartis hat am Mittwoch nicht nur Zahlen für 2025 vorgelegt. Gleichzeitig haben die Basler auch einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr geliefert. Die Prognose klingt ungewöhnlich vorsichtig.

Nachdem Novartis noch mit den Zahlen zum zweiten Quartal 2025 die eigene Prognose das zehnte Quartal in Folge erhöht hatte, liest sich der Ausblick auf 2026 recht ernüchternd. Während der Umsatz im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen soll, erwartet der Pharmakonzern beim operativen Kernergebnis einen Rückgang im tiefen einstelligen Prozentbereich.

Wie der Konzern schreibt, reflektiere diese Prognose die Auswirkungen der Vereinbarung, die der Konzern Mitte Dezember mit der US-Regierung getroffen hat. Sie zielt bekanntlich darauf ab, die Preise für innovative Medikamente in den USA zu senken und weitere US-Investitionen in Produktion, Forschung und Entwicklung zu unterstützen.

"Die Auswirkungen dieser Vereinbarung spiegeln sich in unserer Prognose für 2026 und in unserer Prognose für ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent für den Fünfjahreszeitraum 2025 bis 2030 wider." Die längerfristigen Auswirkungen werde man im Zuge der Umsetzung der Vereinbarung weiter beobachten.

(AWP/cash)