Nscale verhandle mit dem Anbieter des Chatbots Claude über ⁠den Verkauf von Rechenleistung im Wert von rund 45 Milliarden Dollar, meldete die ‌Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung ‌auf Insider. Dabei gehe es ​um eine zweite Anlage auf dem sogenannten Monarch-Campus im Bundesstaat West Virginia. Diese solle eine Kapazität von 460 Megawatt liefern und mit den modernen Vera-Rubin-KI-Chips von Nvidia ausgestattet werden.

Nscale und Anthropic ‌äusserten sich zunächst nicht zu dem Bericht. Anthropic hatte im August einen ähnlichen Vertrag über 45 Milliarden Dollar für die erste ​Anlage auf dem Campus abgeschlossen. Dem Bericht zufolge ​hat sich das KI-Unternehmen zudem ein ​Vorkaufsrecht für ein geplantes drittes Gebäude gesichert.

Nscale musste zuletzt einen Rückschlag hinnehmen: Microsoft ‌hatte sich aus einem Projekt für ein Vorzeige-Rechenzentrum zurückgezogen, da sich der Stromanschluss verzögerte und die Inbetriebnahme auf die 2030er Jahre verschoben ​wurde. ​Gleichzeitig wächst an den ⁠Finanzmärkten die Skepsis gegenüber der schuldenfinanzierten Expansion ​der KI-Infrastruktur.

In der ⁠vergangenen Woche war die Aktie des Nscale-Rivalen CoreWeave wegen Sorgen ‌über dessen Schuldenberg von 50 Milliarden Dollar eingebrochen. Nscale ist seit seiner Gründung stark gewachsen und hat ‌sein Vertragsvolumen innerhalb von zweieinhalb Jahren von 100 Millionen ​auf mehr als 103 Milliarden Dollar gesteigert.

(Reuters)