Der vom Chipkonzern Nvidia gestützte australische Rechenzentrumsbetreiber Firmus hat seinen geplanten ‌Börsengang ⁠im Wert von fünf Milliarden Dollar abgesagt. ⁠Zur Begründung verwies das Unternehmen am Freitag auf ‌die Volatilität und die Bedingungen am ‌Markt. Zu ​den Geldgebern von Firmus gehören neben Nvidia auch die Investoren Coatue Management, Blackstone und Jane Street. Das Unternehmen teilte mit, es ‌werde nun eine ausserbörsliche Finanzierungsrunde anstreben.

Firmus ist ein Anbieter von KI-Infrastruktur und Cloud-Diensten, der modulare KI-Fabriken ​mit firmeneigener Energie- und Kühltechnologie betreibt. ​Derzeit hat das Unternehmen ​zwei Zentren in Melbourne und Singapur, fünf weitere sind ‌im asiatisch-pazifischen Raum geplant. Der Börsengang von Firmus wäre der zweitgrösste in der ​Geschichte ​Australiens gewesen, stiess jedoch ⁠auf eine verhaltene Nachfrage. ​Dies gilt als Warnsignal, ⁠dass Anleger bei KI-Emittenten wählerisch bleiben, obwohl ‌der Boom bei der Künstlichen Intelligenz die globalen Märkte antreibt.

(Reuters)