Die Federal Reserve (Fed) beliess ihn am Mittwoch in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit der Pause gerechnet, nachdem die Fed im September erstmals seit rund drei Jahren eine Erhöhung gewagt hatte. Expertinnen und Experten sagten in ersten Reaktionen:
Elmar Völker, LBBW Research
«An und für sich hätte es für die US-Notenbanker gute Gründe gegeben, ihr Tagesgeldzielband bereits heute abermals nach oben zu schleusen. Man kann nur mutmassen, ob sie gefürchtet haben, dass sie sich mit einer Zinserhöhung kurz vor den US-Zwischenwahlen dem Vorwurf einer Einflussnahme auf den Wahlausgang aussetzen. Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Mit Blick auf die nächste Fed-Sitzung im Dezember dürften sich die Gewichte der Argumente pro und contra Zinsanhebung u.E. massgeblich zur ‹Pro-Seite› verschieben.»
Lena Dräger, Forschungsdirektorin beim Kiel Institut für Weltwirtschaft
Sie hält die aktuelle Pause der Fed für richtig: «Ein weiterer Zinsschritt schon jetzt wäre verfrüht.» Die US-Inflation sei zwar mit 3,4 Prozent zu hoch, aber sie komme vor allem von der Tankstelle. Die Expertin verweist darauf, dass Benzin 34 Prozent mehr koste als vor einem Jahr: «Dagegen helfen höhere Zinsen wenig. Eine Lohn-Preis-Spirale droht nicht, denn die Löhne steigen mit drei Prozent langsamer als die Preise.»
(Reuters)

