Der US-Softwarekonzern Oracle hat mit einem optimistischen Ausblick auf den künftigen Barmittelzufluss die ‌Sorgen ⁠der Anleger über hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) gelindert. Finanzchefin Hilary ⁠Maxson sagte am Mittwoch auf dem Investorentag des Unternehmens, der freie Cashflow ‌werde in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres ‌2028 positiv ausfallen und 2029 ​die Marke von 30 Milliarden Dollar übertreffen, da die Investitionsausgaben sinken würden. Die Oracle-Aktie, die im bisherigen Jahresverlauf rund ein Drittel an Wert verloren hatte, zog im Nachmittagshandel um ‌mehr als zwölf Prozent an.

Ab dem Fiskaljahr 2029 werde das Unternehmen sein Wachstum aus eigenen Mitteln finanzieren und zusätzliche Kapitalaufnahmen bis ​2030 auf 20 Milliarden Dollar begrenzen, ​erklärte Maxson weiter. Für 2030 stellte ​Oracle einen Umsatz von mehr als 225 Milliarden Dollar, eine bereinigte operative ‌Marge von über 40 Prozent sowie einen bereinigten Gewinn von mehr als 21 Dollar je Aktie in Aussicht. Zugleich bekräftigte ​der ​Konzern seine Prognose für 2027 ⁠von über 90 Milliarden Dollar Umsatz ​und 8,10 Dollar Gewinn ⁠je Aktie.

Oracle stand zuletzt wegen der rasant steigenden ‌Kosten für KI-Infrastruktur unter besonderer Beobachtung der Investoren, da der Konzern stark von seinem defizitären Grosskunden OpenAI abhängig ‌ist und nicht über die breite Umsatzbasis ​von Cloud-Rivalen wie Microsoft oder Amazon verfügt.

(Reuters)