"Wir gehen davon aus, dass die Leistungseinbusse in diesen zwei Jahren weltweit zwölf Billionen Dollar betragen wird", sagte Konzernchef Christian Mumenthaler am Mittwoch auf einer online abgehaltenen Konferenz des Finanzinformationsanbieters Bloomberg. Die Versicherer könnten das nicht auffangen, denn ihre Bilanzen machten nur einen kleinen Bruchteil dieser Summe aus.

Die Branche habe die Pandemie insgesamt gut bewältigt, weil sie mit viel Kapital in die Krise gegangen sei. Zudem sei ihr das Risiko bewusst gewesen. Mumenthaler hält den für die Branche erwarteten Gesamtschaden von 50 bis 80 Milliarden Dollar für überschaubar. Denn die Schäden durch Naturkatastrophen hätten sich alleine 2017 auf mehr als 140 Milliarden Dollar belaufen. Was in der Krise nicht gut funktioniert habe, sei ein Verständnis für den Umfang der Schäden, die durch Versicherungen gedeckt seien. "Eine Pandemie, und das weiß die Versicherungswirtschaft, ist kein Risiko, das man decken kann."

(Reuters)