Personalien - Lonza-Partner Moderna ernennt Nicolas Chornet zum Europa-Chef in Basel

Der Lonza-Partner Moderna will sein Europa-Geschäft stärken. Dazu habe Moderna Nicolas Chornet zum Senior Vice President International Manufacturing, Europe, ernannt, wie Moderna am Dienstag mitteilte.
11.08.2020 09:34
Sitz der US-Biotechunternehmens Moderna in Cambridge, Massachusetts.
Sitz der US-Biotechunternehmens Moderna in Cambridge, Massachusetts.
Bild: imago images / AFLO

Chornet werde in Basel tätig sein, wo sich auch der Hauptsitz von Lonza liege. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit wird laut Mitteilung auf der Stärkung des europäischen Geschäfts von Moderna liegen.

Moderna ist derzeit mit seiner klinischen Versuchsreihe in aller Munde. Das Unternehmen prüft nämlich seinen Impfstoffkandidaten mRNA-1273, der gegen Covid-19 eingesetzt werden soll. Derzeit baue man die Kapazitäten für die späten Entwicklungsstadien und die grosstechnische Herstellung des Impfstoffkandidaten auf.

Der Aufbau einer europäischen Präsenz sei für Moderna ein Schlüsselfaktor, um Produktionszusagen ausserhalb der USA einhalten zu können, wird Chornet in der Mitteilung zitiert.

Chornet kam vor 18 Monaten als Senior Vice President Manufacturing in den USA zu Moderna. Zuvor hatte er über ein Jahrzehnt lang verschiedene operative und produktionsbezogene Positionen bei Novartis inne. Vor seiner Zeit bei Novartis arbeitete er für Eli Lily und andere biopharmazeutische Unternehmen.

Moderna im Zeitplan

Moderna liegt den Angaben zufolge mit der Lieferung von rund 500 Millionen Dosen pro Jahr sowie einer möglichen Ausweitung auf bis zu eine Milliarde Dosen pro Jahr ab 2021 weiterhin im Zeitplan. Für die Produktion und Abfüllung ausserhalb der USA arbeitet Moderna sowohl mit Lonza als auch dem spanischen Unternehmen ROVI zusammen.

Erst am vergangenen Freitag hatte sich der Bund 4,5 Millionen Dosen des künftigen Impfstoffs gegen das Coronavirus gesichert. Dazu hat er einen Vertrag mit Moderna abgeschlossen.

Parallel dazu ist der Bund aber noch mit weiteren Impfstoff-Unternehmen im Gespräch. Er unterstützt multilaterale Vorhaben zur gerechten Verteilung eines künftigen Impfstoffs. Dieser existiert noch nicht, Entwicklung und Forschung laufen aber auf Hochtouren.

(AWP)

 
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