Pharma - Cosmo kämpft mit hohen Kosten

Cosmo schaut auf ein durchwachsenes erstes Halbjahr zurück. Unter dem Strich weist das Pharmaunternehmen wegen deutlich gestiegener Kosten für den Berichtszeitraum einen Verlust aus nach einem Gewinn im Vorjahr.
28.07.2017 08:18
Blick in ein Pharmalabor.
Blick in ein Pharmalabor.
Bild: ZVG

Wie das Unternehmen am Freitag mitteilt, ist der Umsatz in den ersten sechs Monaten mit 31,8 Mio EUR gegenüber den 31,6 Mio aus dem Vorjahr kaum verändert. Unter dem Strich weist Cosmo wegen deutlich gestiegener Kosten für den Berichtszeitraum einen Verlust aus nach einem Gewinn im Vorjahr.

So resultiert unter dem Strich ein Fehlbetrag von knapp 17,3 Mio EUR. Im ersten Halbjahr 2016 stand noch ein Gewinn von 5,6 Mio zu Buche. Auf Kostenseite meldet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg. Die operativen Netto-Kosten beziffert das Unternehmen auf 36,1 Mio EUR gegenüber 19,4 Mio im Vorjahr. Davon stünden 13,4 Mio EUR in Verbindung mit dem Aufbau der der US-Verkaufs- und Marketingorganisation.

Zudem habe Cosmo Finanzausgaben von 11 Mio EUR im ersten Halbjahr gehabt, die einen unrealisierten Verlust von 9,9 Mio EUR auf die unternehmenseigenen US-Dollar-Cashbestände und Investment Bonds beinhalten, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Barmittel (und ähnliches) liegen zum Stichtag 30. Juni 2017 bei 136,3 Mio EUR nach 117,6 Mio EUR per Ende 2016.

"Wir verfügen über die nötige Liquidität um den Aufbau in den USA fortzusetzen und kombiniert mit unserer starken Produktpipeline nachhaltig Wert für die Aktionäre zu schaffen," wird CEO Alessandro Della Chà in der Mitteilung zitiert.

Mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf heisst es in der Mitteilung, man rechne damit, dass die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten 2017 aufgrund erster vorbereitender Marketing-Aktivitäten von LuMeBlue und Zemcolo sowie dem Aufbau der US-Organisation deutlich steigen werden.

(AWP)