Pharma - Novartis erleidet Rückschlag bei Krebs-Immuntherapie

Novartis erreicht die Ziele mit Spartalizumab (PDR001) in Kombitherapie nicht.
22.08.2020 12:57
Novartis-CEO Vasant Narasimhan am "Fortune Global Forum" Ende 2019 in Paris.
Novartis-CEO Vasant Narasimhan am "Fortune Global Forum" Ende 2019 in Paris.
Bild: imago images / IP3press

Diese hat die Ziele in Kombination mit Tafinlar und Mekinist in einer Phase-III-Studie verfehlt. Der Pharmakonzern will Spartalizumab nun in Kombination mit anderen Onkologiemitteln testen.

Der primäre Endpunkt in der Phase-III-Studie "COMBI-i-trial" für Patienten mit einem BRAF V600-mutierten Melanom sei nicht erreicht worden, teilte Novartis am Samstag mit. Als primärer Endpunkt diente das progressionsfreie Überleben, sprich die Zeit zwischen dem Start der Studie und dem Fortschreiten der Erkrankung oder des Todes des Patienten.

Obwohl die Studie diesen Endpunkt nicht erreicht habe, würden die Ergebnisse wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, welche Rolle die Immuntherapie bei künftigen Krebstherapie-Kombinationen spielen könne, schrieb Novartis. Zudem unterstreiche sie die bereits etablierte Bedeutung von Tafinlar und Mekinist für die betroffenen Patienten.

In der COMBI-i-trial-Studie wurde die Kombinationstherapie mit Spartalizumab bei bislang unbehandelten Patienten mit einem inoperablen oder metastasierenden BRAF V600-mutierten Melanom durchgeführt und mit der Behandlung durch Tafinlar und Mekinist allein verglichen.

Novartis will nun die Studiendaten genauer analysieren und sie dann für die Präsentation an einem künftigen Medizinkongress einreichen. Das Entwicklungsprogramm für Spartalizumab soll weitergeführt werden, wobei die Immuntherapie in Kombination mit anderen Krebsmitteln getestet werden soll.

(AWP)

 
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