Pharma - Santhera prüft Wirkstoff für möglichen Einsatz gegen Covid-19

Das Pharmaunternehmen will einen noch in der klinischen Testphase befindlichen Wirkstoff zusammen mit einem amerikanischen Labor auf seine Eignung für die Behandlung von Covid-19 überprüfen.
27.04.2020 08:15
Dario Eklund übernahm 2019 den Posten des CEO bei Santhera.
Dario Eklund übernahm 2019 den Posten des CEO bei Santhera.
Bild: ZVG

Zu diesem Zweck hat das Spezialitätenpharma-Unternehmen mit dem Cold Spring Harbor Laboratory (CSHL) eine Vereinbarung abgeschlossen, wie Santhera am Montag mitteilte.

Bei dem Wirkstoff handelt es sich um den Produktkandidaten Lonodelestat (POL6014) von Santhera. Dies ist ein selektiver Inhibitor der humanen neutrophilen Elastase (hNE), welcher in präklinischen Studien an Tieren Wirksamkeit bei der Aktivierung von Neutrophilen im Lungengewebe und bei akuter Lungenschädigung gezeigt hat. Derzeit wird Lonodelestat in ansteigenden Dosierungen an Patienten mit Mukoviszidose (zystische Fibrose) getestet.

Die Wissenschaftler des CSHL sind Mitglied in einem Konsortium mit internationalen Forschern und klinischen Experten. Dieses Netzwerk untersucht die Rollen von Neutrophilen und so genannten Neutrophil Extracellular Traps (NETs) beim Krankheitsverlauf von Covid-19. Ziel ist es, die Wirksamkeit von Lonodelestat bei Covid-19-bedingtem akutem Atemnotsyndrom (ARDS) zu testen.

Das Cold Spring Harbor Laboratory ist ein privat gehaltenes Non-Profit Labor, dem acht Nobelpreisträger entstammen. Das Krebszentrum beschäftigt 1'100 Mitarbeitende und verfügt über zwei Campus in Long Island, USA, und in Suzhou, China.

(AWP)

 
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