Pharmazulieferer - Lonza steigert Gewinn und schreibt Spezialchemie zum Verkauf aus

Lonza ist mitten in der Corona-Krise weiter gewachsen und hat im ersten Semester 2020 auch mehr Gewinn gemacht.
24.07.2020 07:30
Blick auf den Lonza-Hauptsitz in Basel.
Blick auf den Lonza-Hauptsitz in Basel.
Bild: ZVG

Das in der Sparte Lonza Specialty Ingredients (LSI) gebündelte Chemiegeschäft wird nun zum Verkauf ausgeschrieben. Von Januar bis Juni steigerten die Basler den Umsatz um 3,3 Prozent auf 3,07 Milliarden Franken. Davon blieben 618 Millionen Franken als Betriebsgewinn (EBIT). Das sind 21 Prozent mehr als im Vorjahr, erklärte Lonza am Freitag.

Daneben weist Lonza die um Wertberichtigungen und Restrukturierungsaufwendungen bereinigten Zahlen aus: Der sogenannte "Kern-EBIT" stieg um 9,8 Prozent auf 706 Millionen Franken und der "Kern-EBITDA" um 7,9 Prozent auf 893 Millionen. Die entsprechende Marge erhöhte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 29,1 Prozent.

Unter dem Strich stand ein Reingewinn von 478 Millionen Franken zu Buche. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Lonza die Schätzungen der Analysten übertroffen.

Die Sparte Lonza Specialty Ingredients (LSI) wird nun zum Verkauf ins Schaufenster gestellt. Ein Verkaufsprozess wird in der zweiten Jahreshälfte gestartet. Lonza konzentriere sich damit auf ihre Rolle als Produktionspartner der Pharma- und Biotechindustrie.

Der Zeitpunkt für eine Trennung ist nach Ansicht von Lonza "optimal", da LSI seine Rentabilität und Widerstandsfähigkeit als Spezialchemikalienunternehmen während der Covid-19-Pandemie unter Beweis gestellt habe.

Lonza bekräftigt ferner die zu Jahresbeginn ausgegebene Prognose für 2020. Diese sieht für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich vor sowie eine Kern-EBITDA-Marge auf "anhaltend hohem Niveau". 2019 lag die genannte operative Gewinnmarge bei 27,4 Prozent.

(SDA)