«Der ‌Abbau ⁠von weiteren 4000 Stellen bei Porsche ist nicht geplant», sagte Vorstandschef Michael Leiters ⁠in einer internen Veröffentlichung des Unternehmens, die Reuters am Montag vorlag. «Unser Zukunftspaket basiert auf sorgfältig getroffenen ‌und mit unseren Arbeitnehmervertretern verhandelten Entscheidungen. Es beläuft sich auf ‌5000 Stellen, weder mehr noch ​weniger.» Das «Handelsblatt» hatte am Wochenende mit Verweis auf Unterlagen des Aufsichtsrats des Mutterkonzerns Volkswagen berichtet, womöglich sollten weitere 4000 Stellen wegfallen.

Die Planung der Porsche AG sei von deren Aufsichtsrat bestätigt worden, erklärte Leiters. «Wir erwarten keine Änderung daran.» Das ‌mit dem Betriebsrat vereinbarte Zukunftspaket war Ende Juli präsentiert worden. Der Absatzeinbruch in China und die gestiegenen US-Importzölle liessen den Gewinn bei Porsche einbrechen. Bis 2035 ​sollen weitere 5000 Stellen wegfallen, nachdem Porsche im vergangenen Jahr ​bereits die Trennung von 3900 Mitarbeitenden besiegelt hatte ​und 500 Stellen bei geschlossenen Tochterunternehmen weggefallen waren.

Leiters bekräftigte nach der Gewinnwarnung von Volkswagen am ‌Freitag, die unter anderem mit einer sechs Milliarden Euro hohen Wertberichtigung auf die Porsche-Beteiligung begründet wurde, den Jahresausblick der Sportwagenschmiede. «Es gibt keine neue Prognose von Porsche – weder ​für ​das laufende Geschäftsjahr noch für unsere ⁠mittelfristige Ambition», sagte Leiters. Das Unternehmen hatte Ende ​Juli die Jahresprognose eines ⁠Umsatzes von 35 bis 36 Milliarden Euro (Vorjahr: 36,3 Milliarden Euro) und einer operativen ‌Rendite von 5,5 bis 7,5 Prozent (1,1 Prozent) bekräftigt. «Wichtig für uns als Porsche AG ist, dass wir unsere mittelfristige Ambition für die ‌operative Umsatzrendite nicht verändert haben», ergänzte Leiters. Sie sei weiterhin im ​zweistelligen Bereich und bei guter Geschäftsentwicklung bis zu 15 Prozent.

Am 7. Oktober will der Porsche-Chef seine künftige Strategie auf einem Kapitalmarkttag vorstellen.

(Reuters)