Preiserosion drückt auf den Gewinn von Swisscom

Swisscom verpasst sowohl beim Umsatz als auch beim Reingewinn die Vorgaben der Analysten. Für den Telekommunikationskonzern gibt es für diese Enttäuschung zwei Gründe.
02.05.2013 07:56
Swisscom startet schlechter als erwartet ins neue Jahr.

Im ersten Quartal 2013 verdiente Swisscom 390 Millionen Franken. Das entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einem Minus von 12,4 Prozent. Der Umsatz lag bei 2,734 Milliarden Franken.

Mit den Zahlen hat Swisscom die Markterwartungen verfehlt. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Umsatz von durchschnittlich (AWP-Konsens) 2'794 Mio CHF gerechnet. Der EBITDA schätzten sie auf 1'085 Mio und der EBIT auf 597 Mio CHF. Beim Reingewinn nach Minderheiten rechneten die Marktexperten mit 423 Mio CHF.

Der Nettoumsatz der italienischen Tochtergesellschaft Fastweb sank um 5,9% auf 398 Mio EUR. Der Umsatz von Swisscom ohne Fastweb reduzierte sich um 1,8% auf 2'041 Mio CHF.

Begründet wird das tiefere Ergebnis primär mit der Preiserosion sowie mit saisonalen Effekten, die die Erfolgszahlen belasteten.

Swisscom hält an Ausblick fest

Zusammen mit der Publikation des Quartalsabschlusses bekräftigt die Gruppe ihren Ausblick für das Gesamtjahr. So rechnet Swisscom im 2013 weiterhin mit einem Nettoumsatz von 11,3 Mrd CHF bei einem Wechselkurs von 1,23 CHF pro Euro. Der EBITDA wird ebenfalls unverändert auf mindestens 4,25 Mrd CHF erwartet.

Bei Erreichen der Ziele für 2013 plant Swisscom weiterhin, der Generalversammlung 2014 eine unveränderte Dividende von 22 CHF pro Aktie zu beantragen.

Die Investitionen für das laufende Geschäftsjahr werden nach wie vor bei 2,4 Mrd CHF gesehen.

(AWP)