Die Aktivitäten von Robinhood im Bereich der Prognosemärkte liefern laut Morgan-Stanley-Analyst Michael Cyprys einen «Beweis» dafür, dass der Online-Broker sein Umsatzwachstum fortsetzen kann. Cyprys stufte die Aktie von «Untergewichtet» auf «Übergewichtet» hoch und verwies auf die über 2 Millionen Nutzer von Robinhood, die im zweiten Quartal 156 Millionen US-Dollar Umsatz generierten und gleichzeitig «weitere Produkte» nutzten.

Robinhood wandle die hohe Produktgeschwindigkeit in eine stärkere Kundenrentabilität um, schrieb Cyprys in einer Mitteilung vom Dienstag. Er hob hervor, dass «mehr Vermögen, Aktivität und Monetarisierung pro Kunde ein längeres Wachstumspotenzial als bisher angenommen» nahelegen. Die Aktie stieg am Dienstag um bis zu 2,1 Prozent, fällt im vorbörslichen Handel am Mittwoch aber zurück. Seit einem Tiefstand Ende März hat sie um mehr als 60 Prozent zugelegt.

Robinhoods CEO Vlad Tenev gab am Montagabend in einem Social-Media-Beitrag bekannt, dass Robinhood Banking die Marke von 4 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen überschritten hat. Die FIFA-Weltmeisterschaft im Juli diente Rothera, der Derivatebörse von Robinhood und der Susquehanna International Group, als Testfeld.

Die Ergebnisse des zweiten Quartals zeigten, dass Prognosemärkte den Kryptowährungshandel überflügelten. Tenev erklärte Ende Juli, dass das Geschäft mit Prognosemärkten das am schnellsten wachsende in der Firmengeschichte sei. «Rothera erweitert Robinhoods Vertriebsvorteil auf die Infrastruktur», so Cyprys. Cyprys erwähnte ausserdem potenzielle Wachstumstreiber durch Perpetual Futures und Agentenhandel sowie die Veranstaltung des Unternehmens am 29. und 30. September.

Im vergangenen Monat erklärten Strategen von Morgan Stanley unter der Leitung von Eli Carter, dass Prognosemärkte wie Kalshi zunehmend nützliche Signale für Anleger lieferten, insbesondere im Hinblick auf die Politik der Federal Reserve und wichtige US-Wirtschaftsdaten.

(Bloomberg/cash)