Die Aktie der Raiffeisen Bank International (RBI) ist nach der Veröffentlichung eines kritischen Berichts des Leerverkäufers Grizzly Research unter Druck geraten. Das Papier der österreichischen Bank fiel am Donnerstag im Frühhandel um über acht Prozent.
Grizzly Research wirft der RBI Fehlverhalten im Zusammenhang mit ihrer russischen Tochterbank vor. Die RBI teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit, sie sei von der Stärke ihrer vielfach überprüften Compliance-Systeme überzeugt. «Zudem sehen wir nach einer ersten Prüfung eine Reihe von sachlich falschen und irreführenden Aussagen», hiess es in einer Stellungnahme.
Grizzly Research ist ein sogenannter Shortseller, der mit Leerverkäufen auf fallende Kurse eines Wertpapiers wettet. Die Autoren des Berichts fordern unter anderem die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA), die Europäische Zentralbank (EZB) und das US-Finanzministerium auf, eine formelle Untersuchung einzuleiten.
(Reuters)

