Die Raiffeisen Bank International (RBI) habe zu jeder ⁠Zeit im Einklang mit ihrem Compliance-Rahmenwerk und ihren Sanktionsrichtlinien ‌gehandelt, teilte das österreichische Institut am ‌Montag mit. Anlass ​der Untersuchung war ein Bericht eines Leerverkäufers von Mitte September. Demnach wurden fast 200 konkrete Punkte aus dem Bericht, darunter auch Güter mit ‌doppeltem Verwendungszweck, eingehend geprüft. Die Sanktionsrichtlinien der RBI basieren den Angaben zufolge auf den Vorschriften der EU, ​der USA sowie Grossbritanniens und gehen ​über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Der ​Bericht von Grizzly Research hatte der RBI Fehlverhalten im ‌Zusammenhang mit ihrer russischen Tochterbank vorgeworfen und damit die Aktie der Bank auf Talfahrt geschickt. ​Die ​RBI hatte die Vorwürfe ⁠umgehend zurückgewiesen und angekündigt, ​rechtliche Schritte zu prüfen. ⁠Grizzly Research ist ein Leerverkäufer, der auf ‌fallende Kurse wettet und in der Vergangenheit bereits mit kritischen Berichten zu europäischen ‌Firmen für Aufsehen gesorgt hatte.

(Reuters)