Reisebranche - TUIfly weitet Flugprogramm in Europa aus

Nach dem Abschluss eines Pilotprojekts mit ersten Flügen auf die Balearen erhöht der Ferienflieger TUIfly wieder sein Flugangebot.
30.06.2020 14:12
Die TUI Konzernzentrale an der Karl-Wiechert-Allee in Hannover.
Die TUI Konzernzentrale an der Karl-Wiechert-Allee in Hannover.
Bild: © 2017 TUI Group

Im Juli seien insgesamt 1500 Flüge zu Ferienzielen wie den Balearen, den Kanaren, Griechenland, Zypern und Portugal geplant, teilte TUIfly am Dienstag mit. Die deutsche Fluggesellschaft des weltweit grössten Tourismuskonzerns TUI schickte in dieser Woche erstmals nach Lockerung der Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wieder einen Flieger auf die griechische Insel Kos. Griechenland öffnet die Regionalflughäfen ab 1. Juli wieder. Stichprobenmässig müssen sich Passagiere bei der Ankunft Covid-19-Tests unterziehen.

Die Tourismusbranche hat Sicherheits- und Hygienevorkehrungen getroffen, um die Ansteckungsgefahr einzudämmen. Zum ersten Probelauf des Urlaubs unter solchen Bedingungen hatte TUI an einem Pilotprojekt mit Mallorca und anderen Baleareninseln mit rund 4200 Gästen teilgenommen. Die Urlauber seien mit den Schutzmassnahmen durchweg zufrieden gewesen, erklärte TUI-Vorstand Sebastian Ebel. Insgesamt hätten die Gäste ihren einwöchigen Urlaub mit 8,4 von zehn Punkten bewertet. Dennoch sind die Buchungen für Pauschalreisen noch auf niedrigem Niveau. TUI-Chef Fritz Joussen sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vergangene Woche, das Angebot sei zu 25 Prozent gebucht. Seit die Bundesregierung die Reisewarnung für Europa zum 1. Juni aufhob, steige die Nachfrage deutlich.

Die von Fluggesellschaften angekündigten Angebotsausweitungen seien mehr von der Hoffnung auf Buchungen getrieben als von tatsächlich steigender Nachfrage, erklärte Ruxandra Haradau-Döser, Luftfahrtanalystin von Kepler Cheuvreux. Dafür sprächen etwa die Passagierzahlen des grössten deutschen Flughafens Frankfurt, die sich seit der europäischen Öffnung Mitte Juni gegenüber der ersten Monatshälfte kaum erhöhten.

(Reuters)