Ein Plus von 2,7 Prozent hievt die Aktien von Accelleron am Freitag auf 76,45 Franken. Sie machen damit einen Teil des 4,4-prozentigen Verlusts vom Donnerstag wieder wett. Das Allzeithoch von 90,50 Franken ist aber noch ein gutes Stück weit entfernt.

Auslöser für das Vorrücken am Freitag sind verschiedene Analystenkommentare. Einer fällt auf: Der zuständige Experte der Bank Berenberg bestätigt das «Buy»-Rating und hebt das Kursziel für den Turboladerhersteller auf 94 von 92 Franken an. Dieses neue Preisziel ist der höchste unter allen im AWP-Analyser erfassten Zielwerten.

Das Unternehmen aus Baden habe mit den Halbjahreszahlen selbst die höchsten Erwartungen übertroffen, lautet die Begründung des Berenberg-Analysten.

Derweil hob der zuständige Analyst der Bank Vontobel das Kursziel auf 75 von 71 Franken und bestätigte das «Hold»-Rating.

Accelleron habe ein starkes erstes Halbjahr 2026 geliefert, schreibt der Experte am Freitagmorgen. Er sieht «gute» Produktions-Effizienzgewinne, welche die Margen am oberen Ende der mittelfristigen Prognose stützen sollten.

Das Management um CEO Daniel Bischofberger berichtete am Donnerstagmorgen über das erste Semester. Umsatz und operativer Gewinn lagen laut der Zürcher Kantonalbank (ZKB) je 5 Prozent über der Konsensprognose. Der Reingewinn überstieg die Erwartungen gar um 12 Prozent, während sich die Marge von 18,9 auf 20,5 Prozent verbesserte. Zudem hob das Management die Umsatzguidance an.

Dass die Aktie am gestrigen Handelstag fiel, führen Händler auf unterschiedliche Faktoren zurück. Zum einen habe man sich neben der höheren Umsatzguidance auch einen besseren Ausblick für die operative Marge erhofft.

Zum anderen habe Accelleron in den zurückliegenden Monaten die Investitionen bei Stromerzeugungsanwendungen für Rechenzentren hochgeschraubt, was zwar zukünftiges Wachstum ermögliche, aber den Cash Flow kurzfristig schmälere.

Reto Zanettin
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