Auf die Gesamtinflation ⁠wirkten sich aussergewöhnliche Wetterlagen im Durchschnitt bislang jedoch nur begrenzt ‌aus, teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am ‌Montag in einem Policy ​Brief zu aktuellen Wirtschaftsfragen mit. Die wetterbedingten Preiswirkungen höben sich teilweise gegenseitig auf: Während Lebensmittel tendenziell teurer würden, dämpften milde Winter den Preisdruck bei Energie. ‌Rund ein Drittel des österreichischen Warenkorbs reagiere der Untersuchung zufolge empfindlich auf Wetterextreme. Besonders deutlich zeige sich dies bei ​den Preisen von Frucht- und Gemüsesäften, Milchprodukten ​und Eiern sowie Bier.

Der ​aussergewöhnlich heisse und trockene Sommer des laufenden Jahres wird ‌sich den Experten zufolge dennoch in der Teuerungsrate niederschlagen. In der am Freitag anstehenden neuen Inflationsprognose der Notenbank ​werde ​für den Zeitraum von ⁠September 2026 bis Juni 2027 ​ein wetterbedingter Aufwärtsbeitrag von ⁠rund 0,1 Prozentpunkten zur Gesamtinflation berücksichtigt, hiess es ‌weiter. Die OeNB wies darauf hin, dass Wetterinformationen für die Einschätzung von Preisrisiken zunehmend ‌relevant seien und die Unsicherheit der ​Vorhersagen erhöhten.

(Reuters)