Rett-Syndrom - Newron hat Verspätung mit wichtiger Studie

Beim Biopharmaunternehmen Newron werden Investoren etwas länger auf die Daten zur STARS-Studie mit dem Produktkandidaten Sarizotan warten müssen als ursprünglich geplant.
13.06.2018 08:26
Blick in ein Biotech-Labor.
Blick in ein Biotech-Labor.
Bild: Bloomberg

Wie das Unternehmen mit Sitz in Italien am Mittwoch mitteilt, soll die Rekrutierung der Patienten im zweiten Halbjahr 2018 abgeschlossen und die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2019 vorgelegt werden.

In der Studie soll Sarizotan zur Behandlung des Rett-Syndroms getestet werden. Aktuell haben sich laut Medienmitteilung vom Mittwoch mehr als 100 Patienten im Alter von sechs Jahren und älter für die Aufnahme in die Studie qualifiziert. Man gehe davon aus, die angestrebten 129 Patienten bis Ende 2018 rekrutiert zu haben.

In der STARS-Studie werden Patienten behandelt, bei denen im Verlauf der Erkrankung klinisch signifikante Apnoen vorliegen. Sie sind ein Hauptmerkmal des Rett-Syndroms. Das Rett-Syndrom selbst ist eine schwere, neuro-entwicklungsbedingte seltene Erkrankung ohne zugelassene Behandlungsmöglichkeiten, die vor allem Mädchen ab einem sehr jungen Alter betrifft.

Mit dem nun vorgelegten neuen Plan hinkt Newron den eigenen Aussagen etwas hinterher. Anfang März hatte Stefan Weber, CEO des an der SIX kotierten Unternehmens, im Gespräch mit AWP noch erklärt, die Patientenrekrutierung solle bis Mai abgeschlossen und erste Daten zum Jahresende erhältlich sein. Allerdings hatte Weber auch wiederholt darauf hingewiesen, dass die Rekrutierung dieser Patienten nicht einfach sei. So nehme alleine das Screening potenzieller Patienten vier Wochen in Anspruch.

(AWP)