Ringier-Konzernleitungsmitglied Robin Lingg gibt nach 13 Jahren alle Exekutivaufgaben beim Medienhaus ab und tritt auch vom Präsidium des Verwaltungsrats der Ringier Sports Media Group (RSMG) zurück. Das teilt der Medienkonzern am Donnerstag mit. Als Ankeraktionär der Ringier AG und Vertreter der sechsten Generation bleibt er dem Unternehmen indes erhalten. Lingg ist der Sohn von Evelyn Lingg, der Schwester von Verwaltungsratspräsident Michael Ringier.

«Nachdem ich mit der RSMG das dritte strategische Standbein etabliert habe, ist für mich nun der richtige Zeitpunkt gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen und mich nun wieder neuen Projekten zu widmen», lässt sich Lingg in der Mitteilung zitieren. «Ich übergebe die RSMG in einer starken Wachstumsphase an Marc Walder und an den zukünftigen CEO Tim Kollmann.»

Lingg stiess 2011 von einer internationalen Führungsposition bei Boehringer Ingelheim in Mexiko zu Ringier. Nach einer initialen Phase im Verwaltungsrat der Ringier AG (2011–2013) übernahm Lingg diverse operative Aufgaben auf Gruppenebene von Ringier mit dem Ziel, die Transformation zu einem Technologieunternehmen voranzutreiben, schreibt Ringier in der Mitteilung.

Ab 2014 verantwortete Lingg als CEO Ringier Africa & Asia das Geschäft auf diesen beiden Kontinenten. «Ab 2017 wuchs das internationale digitale Marktplatz-Portfolio unter Lingg substanziell und wurde zur ökonomisch wichtigsten Säule der Gruppe», heisst es in der Mitteilung weiter. In der Schweiz hätten sich JobCloud und Scout24 unter Lingg als klare Marktführer etabliert. Darüber hinaus habe Lingg «als strategischer Architekt für die Realisierung der heutigen SMG Swiss Marketplace Group» agiert. Zuletzt entwickelte Lingg ab 2022 die RSMG als dritte strategische Säule des Konzerns. 

«Robin Lingg hat unser Unternehmen in diesen rund eineinhalb Jahrzehnten stark geprägt», so Ringier-CEO Marc Walder. «Robin hat grossen Anteil daran, dass die digitale Transformation der Ringier-Gruppe so gut gelungen ist.»

(cash)