Rohstoffe - Silber steht womöglich vor längerer Phase der Outperformance

Silber hat zwei Seiten: Es gilt als Edel- und Industriemetall – und muss daher den Vergleich mit der Preisentwicklung anderer Industriemetalle standhalten.
08.09.2017 11:21
Glänzend: Ein Haufen Silberbarren.
Glänzend: Ein Haufen Silberbarren.
Bild: Pixabay

Vergleicht man die Preisentwicklung von Silber mit dem Bloomberg Industrial Metals Subindex zeigen sich Phasen der Out- oder Underperformance von Silber relativ zum Index. Diese Phasen sind "keine ’Eintagsfliegen’, sondern eher über Jahre, denn Monate laufende Tendenzen", sagt Heribert Müller von HM-Trust, einem auf technische Analyse und Marktpsychologie spezialisierten Assetmanager in Krefeld.

"Dabei finden wir auch Fibonacci-Retracements, wie die 76,4% Gegenbewegung von November 2014 bis September 2016 auf dei vorausgegangenen Schlechterperformance", sagt Müller. Im aktuellen Underperformance-Trend liegt Silber erneut auf einem 76,4%-Niveau und könnte damit den Anstieg von 2014 bis 2016 vollständig korrigiert haben.

Die Trendlinien der jüngsten beiden Phasen der Out- bzw. Underperformance ergeben ein zulaufende Dreiecksformation, die nach Interpretation von Müller mit hoher Wahrscheinlichkeit "nach oben aufgelöst werden dürfte" und Silber sich relativ zu anderen Industriemetallen als auch zu Gold in einer "langen Phase der Besserperfomance befinden dürfte" . Diese These unterstützt ein zulaufender MACD, der seit November 2016 eine ausgeprägte Divergenz ausgebildet hat.

(Bloomberg)