RückversicherungSwiss Re erleidet Rückgang beim Gewinn

Die Swiss Re hat im ersten Halbjahr weniger Gewinn erzielt als noch in der Vorjahresperiode. Die Prognose zum Gewinn erreicht der Rückversicherer nicht.
04.08.2017 07:32
Hauptsitz der Swiss Re am Zürcher Mythenquai.
Hauptsitz der Swiss Re am Zürcher Mythenquai.
Bild: cash

Der Gewinn sank auf 1,21 Milliarden Dollar nach 1,87 Milliarden im Vorjahr, teilt Swiss Re am Freitag mit. Mit ein Grund für den Rückgang sind die Kosten zum australischen Wirbelsturm Debbie, die sich auf geschätzte 360 Mio Dollar belaufen. Die verdienten Prämien der Gruppe sind indessen stabil bei 16,2 Milliarden geblieben.

In der Sach- und Haftpflicht-Rückversicherung (P&C) weist Swiss Re eine Combined Ratio von 97,4 Prozent aus nach 97,2 Prozent vor Jahresfrist. Im zweitgrössten Teil Life&Health (L&H) lag das Ergebnis bei 432 Mio Dollar etwa auf Vorjahresniveau, dies bei einer Rendite von 12,7 Prozent (Ziel: 10-12 Prozent). Im Erstversicherungsgeschäft Corporate Solutions verschlechterte sich die Combined Ratio um 2,9 Prozentpunkte auf 104,5 Prozent.

Schwieriger Markt

Mit den Kapitalanlagen erwirtschaftete die Gruppe eine annualisierte Rendite von 3,5 Prozent gegenüber 3,7 Prozent in der Vorjahresperiode. Das Eigenkapital blieb stabil bei 34,4 Milliarden Dollar und die Rendite darauf wird annualisiert mit 7,0 Prozent (H1 2016: 13,6 Prozent) angegeben.

Die Swiss Re hat mit den vorgelegten Zahlen die Vorgaben der Analysten mit dem Gewinn verfehlt, dagegen mit den verdienten Prämien übertroffen. Im Vorfeld wurde im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Gewinn von 1,38 Milliarden Dollar, verdienten Prämien von 15,4 Milliarden und einer Combined Ratio P&C von 96,9 Prozent gerechnet. Das Eigenkapital wurde auf 34,5 Milliarden geschätzt.

CEO Christian Mumenthaler spricht in der Mitteilung von einem "soliden Ergebnis in einem schwierigen Marktumfeld". Swiss Re sei aber gut positioniert, um Marktchancen zu nutzen und sich weiterhin auf die Prioritäten im Kapitalmanagement zu konzentrieren. Man werde bei der Auswahl der Risiken weiterhin selektiv vorgehen, um zukünftige Profitabilität zu gewährleisten.

Dies zeigt sich auch in der Juli-Erneuerungsrunde, in der Verträge in Nord- und Südamerika im Vordergrund stehen. Das Volumen des zu erneuernden Geschäfts nahm um 10 Prozent ab, seit Jahresbeginn ging es gar um 13 Prozent zurück. Dabei habe sich die Preisqualität weiterhin bei 102 Prozent bewegt, so die Mitteilung.

Die Swiss-Re-Aktie steht im seit Anfang Jahr um 2,1 Prozent tiefer und ist Schlusslicht im SMI. Allerdings hat sich der Kurs in den letzten Wochen wieder vom Jahrestief entfernt und notiert wieder über der 90-Franken-Marke.

(cash/AWP)