Geplant seien Ausgaben von ⁠17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro), wie aus Regierungsdokumenten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur ‌Reuters am Montag vorlagen. Dies ‌entspricht einer Steigerung von rund ​27 Prozent gegenüber dem ursprünglich veranschlagten Budget von 13,5 Billionen Rubel. Insgesamt sollen sich die Rüstungsausgaben in den kommenden drei Jahren auf 50 Billionen Rubel belaufen.

Für das Jahr ‌2026 waren ursprünglich 12,1 Billionen Rubel für die Verteidigung vorgesehen, die tatsächliche Summe ist jedoch als geheim eingestuft. Zudem können Teile ​der Militärausgaben in anderen Bereichen des Haushalts ​verbucht werden.

Die steigenden Militärausgaben belasten ​den russischen Haushalt. Den Dokumenten zufolge verdoppelte die Regierung ihre Prognose für das ‌Haushaltsdefizit im Jahr 2026 auf 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), nachdem zuvor 1,6 Prozent erwartet worden waren. Die Gesamtausgaben sollen ​2026 ​um 13,2 Prozent auf 48,6 ⁠Billionen Rubel oder 20,9 Prozent des ​BIP steigen. Um das ⁠Defizit zu finanzieren, plant die Regierung für 2027 Steuererhöhungen. ‌Unter anderem soll eine neue Sondersteuer für Metall- und Bergbauunternehmen jährlich rund 200 Milliarden Rubel einbringen. ‌Der Haushaltsentwurf soll dem Parlament bis zum 1. ​Oktober vorgelegt werden.

(Reuters)