Ein entsprechendes Dekret von Präsident Wladimir Putin wurde am Donnerstag veröffentlicht. Betroffen sind der französische Bodenbelagshersteller Tarkett, der schwedische Verpackungshersteller Sverige International Holdings, der belgische Hygieneproduktekonzern Ontex und der deutsche Verpackungshersteller Menshen.
Von dem Unternehmen aus dem Sauerland war am Freitag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Firma beschäftigt an 14 Standorten in elf Ländern rund 1400 Beschäftigte und erzielte zuletzt einen Umsatz von 200 Millionen Euro.
Russland stellte auch russische Vermögenswerte des früheren europäischen Metallverpackungsunternehmens Eviosys unter vorläufige Verwaltung, das im Dezember 2024 von der US-Verpackungsgruppe Sonoco übernommen wurde.
Der Schritt erfolgte kurz vor einem Auftritt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei einem EU-Gipfel am Freitag. Russland hatte zuvor erklärt, solche Massnahmen seien eine Reaktion auf die Beteiligung von EU-Staaten an «direkten Feindseligkeiten auf dem Schlachtfeld», betonte jedoch, sie seien «umkehrbar».
Russland kritisiert die EU für das Einfrieren von rund 210 Milliarden Euro seines Staatsvermögens als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine. Das neue Dekret folgt auf einen ähnlichen Schritt im vergangenen Monat gegen den Lebensmittelriesen Nestle und die Einzelhändler Auchan und Metro.
(Reuters)

