Säule-3a-Fonds: Das muss man beachten

Fürs Alter finanziell vorsorgen kann man auf diverse Arten – eine davon ist das Fondssparen. Die wichtigsten Tipps dazu.
10.02.2014 01:00
Von Frédéric Papp
Wer sich im Alter einen Platz an der Sonne sichern will, sollte frühzeitg vorsorgen.

Dieser Artikel ist Teil des Magazins «cash VALUE Fonds» 2014. Das Magazin kann als PDF heruntergeladen oder als ePaper gelesen werden.

Ergänzend zu den obligatorischen Vorsorgeleistungen haben Anleger diverse Optionen, um ihre finanzielle Zukunft auf solide Beine zu stellen. So können Arbeitnehmer und Selbständigerwerbende jedes Jahr steuerbegünstigt Beiträge in die Säule 3a einzahlen. Dieses Jahr beträgt der Maximalbetrag 6739 Franken. Wer keiner Pensionskasse angehört, kann gar 33 696 Franken einbezahlen.

Viele Sparer entscheiden sich für ein sogenanntes Säule-3a-Konto bei einer Bank oder einer Versicherung. Den Zinssatz kann das Finanzinstitut jederzeit anpassen. Umso mehr lohnt sich ein Vergleich der Zinssätze, reicht doch deren Spanne von 1 bis 2 Prozent. Sparer, die ihr Geld jeweils zu den höchsten Zinsen anlegen, können so über die Jahre hinweg betrachtet deutlich mehr herausholen.

Viele Säule-3a-Fonds enttäuschen in einer Studie

Ein Vergleich bietet sich auch bei einer weiteren Variante des Vorsorgesparens an: bei den Säule-3a-Anlagefonds. Hier zahlen Sparer Geld in Fonds ein, die nach der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge maximal 50 Prozent in Aktien investiert sein dürfen. Neben dem Steuerspareffekt können Anleger auch von einem überdurchschnittlichen Wertzuwachs profitieren. Allerdings überzeugen bei weitem nicht alle Fonds mit einer marktgerechten Performance, wie eine Ende 2013 veröffentlichte Studie des Institute of Finance der Hochschule für Wirtschaft in Freiburg aufzeigte.

So schnitten über 10 Prozent der rund 100 untersuchten Fonds schlechter ab als der entsprechende Referenzindex und erhielten so das Prädikat «ungenügend». Und keiner der Fonds erreichte die Maximalnote. An die Spitze geschafft in den nach Risikobereitschaft aufgeteilten Kategorien haben es Fonds von Axa Winterthur, von Swiss Life und der IST Investmentstiftung (siehe Tabelle).

Das Ranking basiert zu 90 Prozent auf Performance- und Risikokennzahlen über das letzte Jahr und die letzten drei und fünf Jahre. Die Studienautoren entwickelten eine Reihe von  Messgrössen, um den verschiedenen Anlagestrategien und Aktienanteilen der Fonds gerecht zu werden. Sie berücksichtigten zudem, wie viel Risiko das Fondsmanagement für die erzielte Performance auf sich nahm. Weiter gewichteten die Autoren die Gebührenkomponente, im Fachjargon Total Expense Ratio (TER) genannt, mit 10 Prozent.

Die Kosten beachten und mehrere Töpfe füllen

Wie hoch die zukünftige Rendite ist, hängt von der eigenen Risikobereitschaft (sprich: der Höhe des Aktienanteils) und von der Anlagedauer ab. Je länger diese ist, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, einen ordentlichen Wertzuwachs zu erzielen. Allgemein wird ab einem Anlagehorizont von zehn und mehr Jahren eine Aktienquote von 35 bis 50 Prozent empfohlen. Bei einer Anlagedauer bis zu fünf Jahren hingegen sollte der Aktienanteil nicht über fünf Prozent liegen.

Mit den Einzahlungen in einen 3a-Fonds werden zwar Steuern gespart, dennoch müssen Anleger auch die Kapitalauszahlungssteuer in die Renditerechnung miteinfliessen lassen. Diese Steuer wird beim Bezug der Gelder wirksam und muss dem Fiskus abgeliefert werden. Auf Bundesebene ist die Höhe des Steuerfusses auf einen Fünftel des Postnumerandentarifs fixiert. Abhängig von den Gemeinde- und Kantonssteuersätzen kann der Abzug aber deutlich variieren. Dennoch ist der Nettoeffekt in den allermeisten Fällen positiv.

Ein Augenmerk sollten Anleger auch auf die TER richten. Sie wird vom Fondsvermögen abgezogen und ist somit renditewirksam. Gerade bei einem sehr langen Anlagehorizont – wie bei der Vorsorge üblich – kumulieren sich diese Kosten und fressen einen Teil der Rendite weg (siehe auch Seite 16).
Es ist auf jeden Fall sinnvoll, mehrere Säule-3a-Konten aufzubauen. Dies bedingt aber eine vorausschauende Planung der Einzahlungen.

Man kann ein Säule-3a-Konto jeweils nur als Ganzes auszahlen. Empfohlen wird, im Laufe der Zeit mindestens zwei Säule-3a-Konten aufzubauen und die Kontostände möglichst ähnlich hoch zu halten. Dadurch erzielt man eine optimale Steuereinsparung bei der Auszahlung, wenn man pro Jahr eines dieser Konten auflöst.

Die besten Anbieter für 3a-Fonds

Anbieter Bewertung
IST Investmentstiftung 2,5
Axa Winterthur 2,6
Swiss Life 2,7
Tellco 3,0
Postfinance, Pictet, Swisscanto 3,2
J. Safra Sarasin, Migros Bank 3,3
Genfer KB 3,5
Credit Suisse, Raiffeisen 3,6
LGT, Luzerner KB, UBS 3,8
Zurich Insurance 3,9
Mobiliar 4,0
Valiant 4,2
BSI 4,4
Reichmuth 4,5
Waadtländer KB, Zürcher KB 4,6
Aquila 4,7
Bâloise 4,8
Valiant 4,9

Bewertung: <2=gut; 3-4=genügend bis gut; >4=ungenügend bis genügend

Quelle: HEG-FR/Swiss Pension Performance Index 3a, Stand: 31.10.2013