Säule 3a: Vor Ende Jahr noch einzahlen

Haben Sie den maximalen Sparen-3a-Betrag schon einbezahlt? Es lohnt sich: Denn neben Steuerersparnissen profitiert man auch von einem vergleichsweise hohen Zinssatz. cash sagt, wo es am meisten Zins gibt.
17.09.2014 01:00
Von Frédéric Papp
Noch bis Ende dieses Jahres können Sparen-3a-Einzahlungen getätigt werden.
Noch bis Ende dieses Jahres können Sparen-3a-Einzahlungen getätigt werden.
Bild: Bloomberg

Wer noch vor dem Jahresende in die Säule 3a Gelder einzahlt, spart Steuern, indem er den einbezahlten Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehen kann. Wer die Frist verstreichen lässt, hat aber keine Möglichkeit, Einzahlungen rückwirkend zu tätigen. Dabei geht auch der Steuervorteil verloren. Finanzinstitute müssen gegen Jahresende überdurchschnittliche viele Zahlungen abwickeln. Daher ist es ratsam, die Zahlungen noch vor Weihnachten zu erledigen, um eine rechtzeitige Überweisung sicherzustellen.

Je nach Höhe des Grenzsteuersatzes vergrössert sich die Steuerersparnis. Der Grenzsteuersatz drückt aus, wie stark ein zusätzlicher Franken an Einkommen besteuert wird. Je höher der Grenzsteuersatz ist, umso mehr lohnt es sich, das steuerbare Einkommen zu reduzieren. Und dies lässt sich zum Beispiel mit Einzahlungen in ein Sparen-3a-Konto bewerkstelligen. (Berechnen Sie hier Ihre Steuerersparnisse auf Einkommen und Vermögen, wenn Sie Einzahlungen in die Säule 3a tätigen).

Anbieter vergleichen

Für das laufende Jahr können Angestellte, die einer Pensionskasse angeschlossen sind maximal 6739 Franken einzahlen. Für Selbstständige liegt der Maximalbetrag bei 33'696 Franken.

Neben einer geringeren Einkommenssteuer profitieren Sparen-3a-Anleger auch von einem höheren Zins. Gerade in der andauernden Tiefzinsphase ein Argument mehr, die Einzahlungen frühzeitig zu tätigen. Es lohnt sich, zu einem Anbieter mit einem höheren Zinssatz zu wechseln (siehe Tabelle). Risikoaffinere Anleger haben die Möglichkeit, die Gelder in Säule-3a-Fonds zu investieren (zum Artikel).

Anbieter Zinssatz pro Jahr
Cornèr Bank 1,85%
BSI Vorsorgekonto 3a 1,75%
BPS (Suisse) 1,65%
Banque CIC (Suisse) 1,60%
Banca dello Stato del Cantone Ticino, Caisse d'Epargne de Cossonay, Caisse d'Epargne Riviera, Hypo Landesbank Voralberg, WIR-Bank 1,50%

Quelle: comparis.ch, Stand: 16. September 2014

Zu beachten ist: Die einbezahlten Beträge sind bis zur Pensionierung blockiert, ausser man macht sich selbstständig, setzt die Mittel für die Finanzierung eines Eigenheims ein oder wandert ins Ausland aus. Die Zinserträge sind während der ganzen Laufzeit steuerfrei. Das heisst, es wir keine Verrechnungssteuer fällig und die Erträge müssen nicht in der Steuererklärung deklariert werden.

Mehrere Töpfe bilden

Wer fleissig ins Sparen-3a-Konto einzahlt, sollte folgende zwei Punkte beachten: Man kann ein Säule-3a-Konto jeweils nur als Ganzes auszahlen lassen. Empfohlen wird, im Laufe der Zeit mindestens zwei Säule-3a-Konten aufzubauen und die Kontostände möglichst ähnlich hochzuhalten. Dadurch erzielt man eine optimale Steuereinsparung bei der Auszahlung, wenn man pro Jahr eines dieser Konten auflöst.

Säule-3a-Guthaben bei einem Schweizer Finanzinstitut werden gemäss dem Bankengesetz bis zu 100'000 Franken pro Kunde garantiert. Im Falle einer Bankpleite erhält somit der Kunde bis maximal 100'000 Franken ausbezahlt. Übersteigt der angesparte Betrag somit diesen Maximalbetrag, sollte ein neues Sparen-3a-Konto bei einer anderen Bank eröffnet werden. Sparer können beliebig viele solche Kontobeziehungen unterhalten.