Schaffner noch knapp in den schwarzen Zahlen

Der Komponentenhersteller Schaffner hat im Geschäftsjahr 2015/16 zum zweiten Mal in Folge einen Umsatzrückgang erlitten.
06.12.2016 06:52
Die Schaffner Group ist im Bereich elektromagnetischer Verträglichkeit und Spannungsqualität tätig.
Die Schaffner Group ist im Bereich elektromagnetischer Verträglichkeit und Spannungsqualität tätig.
Bild: ZVG

Nach einem Minus von rund 6 Prozent im Vorjahr ergab sich im Geschäftsjahr, das Schaffner Ende September abgeschlossen hat, ein Minus von 8 Prozent auf 185,6 Mio CHF (LW -8,5 Prozent). Die im August angekündigte Marke von 180 Mio wurde damit erreicht. Das Jahr sei eines der Gegensätze und geprägt vom Wandel und der Konsolidierung gewesen, teilt das Unternehmen am Dienstag mit. Der Umsatzrückgang sei insbesondere auf die Marktschwäche in der Division Power Magnetics zurückzuführen, was auch die Bruttomarge belastet habe.

Der operative Gewinn auf Stufe EBITA reduzierte sich um über 80 Prozent auf noch 1,6 Mio CHF, vor allem wegen des tieferen Umsatzes in der Division Power Magnetics sowie Restrukturierungskosten für diese Division in der Höhe von 4,6 Mio. Die EBITA-Marge ging gleichzeitig um 460 Basispunkte auf 0,8 Prozent zurück.

Talsohle durchschritten

Das Reinergebnis fiel mit +0,4 Mio CHF knapp positiv aus, dies nach einem Gewinn von 7,7 Mio im Vorjahr. Entsprechend soll auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet werden. Die Vorjahreszahlen wurden wegen der Umstellung der Berichterstattung auf Swiss GAAP FER angepasst.

Im vergangenen August hatte Schaffner angekündigt, dass die Berichterstattung rückwirkend per 1. Oktober 2015 auf Swiss GAAP FER (FER) umgestellt wird. Im Zuge der Umstellung würden Goodwill und immaterielle Vermögenswerte mit dem Eigenkapital verrechnet sowie Pensionsverpflichtungen neu bewertet.

Schaffner geht davon aus, dass die Talsohle durchschritten ist. Gleichwohl zeigt sich das Unternehmen im Ausblick zurückhaltend. Die Entwicklung in den zentralen Absatzmärkten, die geopolitische Lage und die Situation auf den Devisenmärkten blieben anspruchsvoll, heisst es.

Suche nach neuem CEO

Mittelfristig werde am organischen Wachstumsziel von über 5 Prozent jährlich für den Umsatz und einem EBIT-Margenziel von 8 Prozent festgehalten. Zuvor hiess es mit Blick auf das mittelfristige Margenziel allerdings, dass die operative Marge auf Stufe EBITA "regelmässig über 8 Prozent" liegen soll, die Vergleichszahl wurde also geändert.

Keine Angaben macht das Unternehmen zum Stand der Suche nach einem neuen CEO. Seit dem Abgang von CEO Alexander Hagemann im vergangenen Juli wird das Unternehmen interimistisch vom Finanzchef Kurt Ledermann geführt.

(AWP)